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Hiltrups Lennart Lüke erwischte einen Sahnetag und parierte einen Elfmeter. (Foto: Tronquet)
Pure Leidenschaft, viel Hektik und Kurzweil in jeder Hinsicht bot die Partie, aus der der Gastgeber verdient als Sieger hervorging. Nach dem 1:2 bei GW Nottuln hatte Coach Thomas Fuchtmann reichlich umgebaut. Andreas Fröbel und Christoph Lübke rückten für Matthias Gerigk und Peter Stöpel ins Team, im Zuge dessen Robin Paton auf die Zehnerposition.
Früher Platzverweis
Doch das war nach sechs Minuten schon wieder Makulatur. Nachdem Christopher Schultejann mit der ersten Riesenchance der Gäste an Yannick Gieselers Bein auf der Linie gescheitert war (3.), kam es zum Laufduell zwischen Daniel Bothen und dem künftigen Hiltruper Alexander Nowitzki. Der Verteidiger traf die Hacken des Stürmers. Die regelkonforme Folge: Rot und Elfmeter. Doch den parierte Lennart Lüke glänzend gegen Marcus Meinigmann (7.). Es war das Signal für eine kämpferische Spitzenleistung des Titelkandidaten.
Denn fortan hatte der TuS die Kontrolle übers Geschehen. Einen Konter über Andreas Fröbel und Ulrich Kockmann semmelte Whitson vorbei (23.). Dann aber rappelte es nach einer Ecke, als Borussia-Keeper Florian Haude den Ball abprallen ließ, Kockmann entschlossen nachsetzte und Robin Paton ins kurze Eck traf (37.). Der Torschütze fädelte immer wieder gefährliche Gegenstöße ein, war auch nah dran am zweiten Tor (45.+1) – obwohl er nach dem Platzverweis eine Reihe nach hinten, vor die Abwehr, rückte. Tim Hagedorn bildete nun mit Gieseler eine weitgehend stabile Innenverteidigung, hinter der Lüke furchtlos abräumte und etwa einen gefährlichen Nowitzki-Kopfball entschärfte (31.).
Stetige Kommandos
An der Linie gab Fuchtmann unentwegt Kommandos, weil sich zu zehnt alles geändert hatte. Taktische Umbauten und veränderte Zuordnungen bei Standards waren unausweichlich. Phasenweise ging Angreifer Kockmann sogar zurück auf die Sechs. Es klappte. Gieseler meinte hinterher: „Nach der Roten Karte standen wir sogar sicherer.“
Etwas Glück hatte Hiltrup nach der Pause dennoch. Meinigmann (60.) hatte den Ausgleich aus vier Metern fast schon sicher, drosch aber drüber und scheiterte später an Gieselers Block (79.). In den letzten zehn Minuten reihte sich eine Ecke an die nächste für Emsdetten, das sich im Aufbau zuvor extrem schwer getan hatte. Doch brenzlig wurde es kaum, auch weil Paton und seine Kollegen durchaus für Entlastung sorgten.
Die trat dann nach 90 aufreibenden Minuten auch bei Fuchtmann und allen anderen Hiltrupern nach zuletzt zwei sieglosen Partien ein.
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TuS: Lüke - T. Bothen (59. Stöpel), Gieseler, D. Bothen, Lübke (62. Lambert) - Kleine-Wilke, Hagedorn - Fröbel, Paton, Whitson (81. Castro) - Kockmann
Tor: 1:0 Paton (37.)
Rote Karten: D. Bothen (6.), Notbremse – Langenstoer (Emsdetten/nach Spielschluss), Tätlichkeit
Bes. Vorkommnis: Lüke hält Foulelfmeter von Meinigmann (7.)