EMSDETTEN. Immerhin ein Punkt: Mit einem 1:1 gegen den TuS Haltern stoppten die Borussen am Sonntag im Heimspiel ihre Talfahrt.Von Friedhelm Wenning
«
1/1
»
Daniel Apke (r.) feierte ein kurzes Comeback in der 1. Mannschaft, musste nach seiner Einwechslung mit der Ampelkarte vom Feld. (Foto: Bernd Oberheim )
Dass dabei fußballerisch längst nicht alles so lief, wie es sich die Fans wünschten – Schwamm drüber. Sicherlich trugen auch die krankheitsbedingten Ausfälle von Marcus Meinigmann und Michael Rintelen dazu bei. Und wohl auch die Verunsicherung nach den jüngsten beiden Niederlagen. Was die Rot-Weißen – besonders vor der Pause – an Fehlpässen produzierten war anders gar nicht zu erklären.
Doch kämpferisch ging es in die richtige Richtung. Wozu allerdings auch die Gäste ihren Teil beitrugen. Nach dem Motto: „Auf sie mit Gebrüll“, stürzten sich die Halterner direkt nach dem Anpfiff mit lautem gegenseitigen Anfeuern auf die Borussen. Die nahmen den Kampf an – und wehrten sich entsprechend.
Intensives Spiel
So entwickelte sich ein sehr intensiv geführtes Landesligaspiel, in dem die Höhepunkte allerdings ausblieben. Denn bei allem Einsatz fehlten beiden Teams die zündenden Ideen, die gegnerischen Abwehrreihen auszuhebeln. Beide probierten es immer wieder mit der „langen Lage“ – und die landete allzu oft beim Gegner.
Erst in der Nachspielzeit der ersten Hälfte wurde es brenzlig: Halterns Sven-Ole Lemke durfte ungestört ein Solo durchs gesamte Mittelfeld laufen, bediente Mustafa Dana. Doch der brachte aus acht Metern nur ein Kullerbällchen zustande.
Nach der Pause bekamen dann endlich auch die Torhüter zu tun, die Partie gewann an Qualität. In der 52. Minute schickte Bastian Wolf Christopher Schultejann auf die Reise. Der musste es – verfolgt von zwei Halternern – mit einem Schlenzer versuchen, doch Halterns Keeper Oliver Bautz war rechtzeitig im langen Eck.
Drei Minuten später zog Nico Niemeier auf der Gegenseite im Zweikampf mit Ole Töpfer den Kürzeren, der Halterner hatte aus 16 Metern freie Bahn und überwand Florian Haude mit einem Flachschuss.
Frischer Wind
Sofort brachte Borussencoach Robert Borgelt mit Daniel Apke und Jan Kortevoß zwei Neue, die für viel frischen Wind sorgten. Apke allerdings nur für kurze Zeit: In der 84. Minute musste er mit der Ampelkarte vom Feld.
Zwei Minuten zuvor war der Ausgleich gefallen. Nach einem Freistoß irrte der Ball wie eine Billardkugel durch den Strafraum und sprang schließlich von einem Halterner Schienbein ins eigene Netz. Die Schlussphase entschädigte für vieles, auf beiden Seiten war das Siegtor möglich. Doch Jan Kortevoß hie und Marvin Poggel da verzogen knapp.