MÜNSTER. Nein, es war kein Leckerbissen, den der TuS Hiltrup gegen die Eintracht aus Coesfeld servierte, sondern eher Hausmannskost – deftig, schnörkellos, effektiv. Trotz der mäßigen Vorstellung siegte die Fuchtmann-Elf mit 2:1 - wie es sich für ein Spitzenteam gehört.Von Pjer Biederstädt
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Robin Paton (r.) und der TuS wollen am Sonntag den Absprung in die Westfalenliga packen. (Foto: Tronquet)
Das Beste an dem Spiel gegen die Coesfelder waren aus Hiltruper Sicht zweifelsohne die drei Punkte, die zum weiteren Verweilen an der Tabellenspitze berechtigen. Denn in der ereignisarmen Partie bei eisigem Wind geizten die Hausherren mit Kombinationen und Torraumszenen, so dass dem von außen ohnehin eingefrorenen Publikum nicht einmal ums Herz hätte warm werden können.
Nichtsdestotrotz erfüllte der TuS seine Pflicht. Mit der ersten Torchance überhaupt markierte Matthias Gerigk die Hiltruper Führung (14.). Daniel Bothen, der den verletzten Sven Kleine-Wilke auf der Sechserposition vertrat, hatte zuvor mustergültig in Eintrachts Schnittstelle gepasst.
Hagedorn trifft vom Punkt
Elf Minuten später hatte Ulrich Kockmann das 2:0 auf dem Fuß, doch er lupfte die Whitson-Vorlage links neben den Kasten. Das waren zwei von vier Chancen der Hiltruper – im gesamten Spiel wohlgemerkt. Ein Versuch eines Fallrückziehers von Robin Paton landete vermutlich in der Innenstadt (30.), und die vierte Möglichkeit führte zum 2:0: Gäste-Verteidiger Rene Aguilar bearbeitete Ulrich Kockmann beim Kopfballversuch im Strafraum mit dem Bein – Elfmeter. Tim Hagedorn verwandelte (48.).
Und die Gäste? Die standen defensiv passabel geordnet, waren offensiv ohne das etatmäßige Sturmduo Oliver Leifken und Marius Borgert aber zahnlos wie ein greiser Tiger.
Coesfeld offensiv ohne Durchschlagskraft
Kostprobe? Andre Magos dribbelte in aussichtsreicher Position Lennart Lüke den Ball in die Arme (40.). Oder Christoph Lütke Bitter: Er drosch gleich fünf Freistöße direkt in die Mauer. Am schönsten scheiterte jedoch Tobias Hüwe, der frei vor Lüke in den Rasen trat. Per Strafstoß gelang der Eintracht doch noch das Tor, nachdem Daniel Bothen gefoult hatte. An Hiltrups Arbeitssieg änderte das aber nichts mehr.
- TuS: Lüke - Stöpel, Gieseler, Günner, T. Bothen - Hagedorn, D. Bothen - Paton (77. Lambert), Gerigk (85. Gockel), Whitson (71. Fröbel) - Kockmann
- Tore: 1:0 Gerigk (14.), 2:0 Hagedorn (48./FE), 2:1 Wermelt (89./FE)
- Gelb-Rot: Kockmann (90.)