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EMSDETTEN. Gerade wenn es anfängt, Spaß zu machen, ist auch schon Schluss: Mit der vielleicht besten Saisonleistung schlugen die Borussen am letzten Spieltag der Landesliga Viktoria Heiden verdient mit 4:2. War diese Leistung vielleicht schon ein Versprechen für die kommende Spielzeit?
Christopher Ransmann (l.) läuft nächste Saison wieder für seinen Heimatverein Ochtrup auf. Allerdings ist noch offen , ob es ihn studienbedingt in die Ferne zieht. (Foto: Archiv)
Hochkonzentriert, mit ganz viel Leidenschaft, diszipliniert und willig präsentierten sich die Rot-Weißen. "Wir haben eine mehr als mittelmäßige Saison positiv beendet. Das nehmen wir mit in die Sommerpause. Und danach wollen wir mit verändertem Kader konstant mehr Leistung abrufen", kommentierte Trainer Robert Borgelt.
Nur Torhüter Florian Haude benötigte Sonntag drei Minuten länger als die anderen, um seine Form zu finden. Er segelte an einer Ecke vorbei, Lars Katemann köpfte zum 0:1 ein.
Doch Borussia schlug sofort zurück. Steffen Herting flankte von links, Jan Kortevoß hielt den Schlappen hin, schon nach fünf Minuten hieß es 1:1.
Die Partie war hektisch, klar war zu spüren, dass Heiden gewinnen wollte und musste, um die Chance auf Platz zwei zu wahren. Doch es fehlte die Ruhe in den Gästeaktionen. Mehr und mehr bekamen die Gastgeber die Partie unter Kontrolle, bis Nico Niemeier ein einziges Mal patzte. Er spielte einen Fehlpass auf Timo Gremme, der bediente direkt Lukas Banas, der aus halbrechter Position keine Mühe hatte, zur 2:1-Pausenführung für die Gäste einzuschießen (42.).
Marcus Meinigmann gleicht aus
"Uns fehlt die Kompaktheit und die Fitness der ersten Serie", kommentierte Viktoria Heidens Coach Uwe Heller die zweite Hälfte, in der Borussia klar die Oberhand hatte. Marcus Meinigmann rutschte in der 59. Minute nach einer Flanke von Steffen Herting noch knapp am Ausgleich vorbei, doch drei Minuten später nutzte er nach einer herrlichen Kombination die Hereingabe von Christopher Schultejann zum 2:2.
Und jetzt blühte Meinigmann richtig auf. In der 70. Minute konnte er auf der linken Seite nur durch ein Foul gestoppt werden, donnerte den Freistoß selber auf das Tor. Keeper Daniel Dowe klatschte ab, genau vor die Füße von Christopher Ransmann. Der sagte "Danke" und erzielte seinen ersten Landesligatreffer.
Nur vier Minuten später legte Marcus Meinigmann sich den Ball wieder zum Freistoß zurecht. Diesmal hämmerte er das Leder zentral aus 35 Metern auf die Kiste, Dowe war mit einer Faust glänzend zur Stelle, doch Jan Kortevoß drückte den Abpraller über die Linie.
Das war´s. Heiden gab sich auf, die Aufstiegsrelegation war jetzt eh verpasst. Und Borussia kontrollierte die Partie, ließ gar nichts mehr anbrennen. Zwar spielten die Gastgeber weiter nach vorne, doch zwingende Chancen blieben aus.
So sehr die Fans diesen letzten Spieltag auch genossen, eine Frage blieb unbeantwortet im Raum stehen: Wo wären die Borussen wohl gelandet, wenn sie in dieser Saison immer so gespielt hätten?