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Wolbecks Kim Terhaar (l.) machte mit dem Tor zum 2:0 gegen Nottuln, hier Eugen Specht, alles klar. (Foto: Habersack)
Kurz nach dem Abpfiff tanzten die VfL-Spieler erleichtert – dann wurde es für einen Moment ganz still. Der Stadionsprecher verkündete die Resultate der anderen Partien: Gemen verliert, Dülmen spielt nur unentschieden, Nullacht lässt Federn. Und leiser Jubel brandet gar auf, als das 2:4 der Roxeler in Zweckel bekannt wird. „Das sind optimale Resultate für uns, aber noch mehr freut mich unsere eigene Leistung“, sagte Wolbecks Co-Trainer Telmo Sousa.
Logische Reaktion
In der Tat konnte sich der VfL über ein couragiertes und taktisch kluges Spiel freuen. Gegen die in der Zentrale massiert stehenden und früh störenden Nottulner war in der ersten halben Stunde kein Durchkommen. Wolbeck zeigte die einzig logische Reaktion und verlagerte das Spielgeschehen auf die Außenbahnen. Zwei Flanken von Michael Kluczniok sorgten prompt für Gefahr, aber Nottulns Keeper Mario Dening parierte den Schuss von Gunvald Herdin (33.) und wenig später auch dessen Kopfball (35.).
Rezept zum Sieg
Das Rezept zum Sieg war aber die linke Seite des VfL, auf der der junge André Vieira Carreira seinem Gegenspieler Dennis Otto defensiv keinen Stich ließ und davor Ousseni Labo seinen Gegenüber Dominik Volmer in Grund und Boden rannte. Wie in der 47. Minute, als er bis zur Grundlinie lief und der Ball über Dening zu Herdin kam, der das befreiende 1:0 machte. Oder wie beim 2:0, also Labo den mitgelaufenen Kim Terhaar mustergültig bediente (59.). Von diesem Doppelschlag erholte sich Nottuln nicht mehr. Terhaar (82.), Dogan Gündogdu (87.) und Sindou Kone (89.) hätten den Sieg noch höher gestalten müssen.