BI-Wiese: Knapp 30 Atomgegner campieren direkt am Zwischenlager
AHAUS Rainer liegt barfuß auf einer Bank in der Sonne und schläft, Ulrike sitzt ein paar Meter weiter auf einer Holzpalette und liest ein Buch. Cecile und Georg bauen derweil ihr Zelt auf. Bis zum späten Abend trudeln am Freitag immer mehr Atomgegner, die sich grundsätzlich nur beim Vornamen nennen, im Antiatomcamp gegenüber dem Zwischenlager ein.
Cecile Lecomte am Mast.
"Diese Stange gehört auf deine Seite, ich bin schon fertig", lacht Cecile Lecomte . Georg wirft die Plane über den Aufbau. "Fertig und jetzt habe ich Hunger." Die beiden kennen sich schon von anderen Protestaktionen.
Der 31-Jährige kommt aus Friedrichshafen am Bodensee, die gebürtige Französin hat schon öfter mit ihren spektakulären Kletteraktionen auf sich aufmerksam gemacht. "Mitgebracht habe ich das Zelt, Schlafsachen, Kletterzeug, mein Transparent und Straßenmalkreide", erzählt Cecile, während sie den Schlafsack ausrollt.
Spaziergang
Ulrike dagegen ist ausgeschlafen und macht einen kleinen Spaziergang. "Ich mag diese Stimmung. Man hört das Gemurmel aus den anderen Zelten, wenn die Leute schon wach sind, das Vogelgezwitscher, und das Tellerklappern."
Passend für die anstehende Demo angezogen ist sie schon: Auf ihrem schwarzen Pulli ist ein großes, gelbes X zu sehen. "Ich bin gespannt, wie viele Leute kommen." Ganz früh am Morgen hat sich Rainer schon auf dem Weg zum Bahnhof gemacht, um bei den letzten Vorbereitungen zu helfen. Ein Shuttlebus bringt die Campleute gesammelt zur großen Kundgebung am Mittag. Cecile, Georg und die anderen mischen sich unter die Menschenmenge - es kann losgehen.
















