Bundesweiter Bildungsstreik: Bildung für alle und zwar umsonst
QUERENBURG Abschaffung der Studiengebühren, Demokratisierung und selbstbestimmtes Lernen. Das sind einige Punkte, für die Schüler, Studenten und Gewerkschaften beim bundesweiten Bildungsstreik in dieser Woche kämpfen. An der Ruhr-Universität sind zahlreiche Veranstaltungen geplant.
Mit Plakaten sollten viele Studenten mobilisiert werden´. (Foto: Woitschell)
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"Block ur Campus" war das Motto der gestrigen Auftaktveranstaltung. Mit Blockadeaktionen wollten Studenten der RUB möglichst viele Mitstreiter mobilisieren. Plakate und Absperrgitter kündigten den Bildungsstreik an. Eine Gruppe von Studenten zog über den Campus. Ihre Forderung: "Bildung für alle und zwar umsonst."
"Zustände sind nicht hinnehmbar"
"Die derzeitigen Zustände und Entwicklungen im Bildungssystem sind nicht weiter hinnehmbar", findet Katharina Teiting vom Bildungsstreikkomitee an der RUB. Ziel sei es eine Diskussion zur Zukunft des Bildungssystems anzuregen. Dabei sind ihr die Studiengebühren nicht der einzige Dorn im Auge. Die zentralen Forderungen der Projektgruppe Bildungsstreik an der Ruhr-Uni:
- Selbstbestimmtes Lernen statt starrem Zeitrahmen
- Freier Bildungszugang und Abschaffung sämtlicher Bildungsgebühren
- Öffentliche Finanzierung des Bildungssystems ohne Einflussnahme der Wirtschaft
- Demokratisierung und Stärkung der Mit- und Selbstverwaltung in allen Bildungseinrichtungen
Diese Forderungen stellen nicht nur Studenten, sondern auch Schüler und Gewerkschaftler. Lennart Landsberg von der Landesschülervertretung NRW: "Wir fordern die Abschaffung der Kopfnoten und statt dessen eine Feedbackkultur." Außerdem müsse mehr Demokratie in der Schule eingeführt werden. Schließlich seien die Schüler die größere Masse.
"Düsseldorf lahmlegen"
Simone Dreyer vom DGB setzt sich für die Auszubildenden ein: "Das Recht auf Ausbildung sollte gesetzlich verankert werden."
Diese Ansprüche werden nicht nur in Bochum laut. Bundesweit laufen in dieser Woche Aktionen. Höhepunkt in NRW ist am Samstag eine Veranstaltung in Düsseldorf. Um 13 Uhr steht die landesweite Demonstration dort unter dem Motto: "Düsseldorf lahmlegen".
Weitere Veranstaltungen in dieser Woche
Dienstag: Öffentliche Diskussionsveranstaltungen auf dem Campus der Ruhr-Universität. Vorträge und Workshops zu Bildungs-und gesellschaftspolitischen Themen.
Mittwoch: Demonstration von Studenten und Schülern durch die Innenstadt Treffpunkt: 10 Uhr Hauptbahnhof. 12 Uhr: Kundgebung vor dem Bochumer Rathaus.
Samstag: Zentrale Demonstration verschiedener Universitäten unter dem Motto: „Düsseldorf lahmlegen“. Treffpunkt für Bochum: 12.19 Uhr Hbf Gleis 3.


























