Wattenscheider Karneval: Deutsches Rotes Kreuz stellt Sicherheitskonzept vor
WATTENSCHEID. Alle zwei Jahre befindet sich Wattenscheid im Ausnahmezustand. Wenn der große Karnevalszumzug und die Gänsereiterveranstaltungenn zusammenfallen, verwandelt sich der Stadtteil in eine Karnevalshochburg. Für die DRK-Helfer bedeutet das Dauerstress
Ein Blick auf den Verlauf des Umzugs.
Halten- Arbeitsunfall beim Bochumer Verein 24-Jähriger in Transportwagen eingeklemmt
- Steven Sloane machte die Jahrhunderthalle zur doppelten Kathedrale Brücken von Bach nach Israel
- "Cyrano de Bergerac" Rohde hat die Nase vorn
- Bösch inszeniert "Die Ratten" Drama im Fantasie-Milieu
- Street-Artisten-Show Urbanatix trotzt der Schwerkraft
Ein Umstand, für den sich der Kreisverband des Deutschen Roten Kreuzes seit mehr als drei Monaten rüstet. Denn für die vielen freiwilligen Helfer stellen die närrischen Tage alles andere als feierliche Tage dar. Für diese handelt es sich beim Karnevalssonntag und beim Rosenmontag um regelrechte "Kampftage" - bei denen sie sehr eng mit Feuerwehr, Polizei und dem Martin-Luther-Krankenhaus zusammenarbeiten. Das sind Tage, an denen jedem der rund 35 Helfer täglich bis zu zehn Stunden voller Einsatz abverlangt werden. Und: Zu den 35 Helfern kommen noch sieben bis acht Unterstützer aus benachbarten Kreisverbänden.
Freie Zufahrtswege
Doch man ist in diesem Jahr, trotz sinkender Helferzahlen, zuversichtlich. Unter anderem, weil die Strecke aus Sicherheitsgründen abgeändert wurde. "Früher führte der Umzug über die West- und die Oststraße zum Gertrudisplatz. Dort konnten wir nur zu Fuß zu Verletzten gelangen", sagt KV-Vorsitzender Thorsten Junker. "In diesem Jahr sollten alle Bereiche des Umzuges stets frei zugänglich und anfahrbar sein."
Wie wichtig das sein kann, zeigte sich sehr tragisch bei der letzten Loveparade. "Seitdem schaut man viel genauer auf die Sicherheitskonzepte", sagt Junker. Doch das Konzept des DRK, das seit über 20 Jahren für einen reibungslosen Ablauf sorgt, wurde auch in diesem Jahr ohne große Änderungen und Probleme von der Feuerwehr und dem Bevölkerungsschutz abgesegnet. "Schließlich sind die beiden Veranstaltungen in keiner Weise miteinander vergleichbar", sagt Alexander Schalla. Er wird die Einsätze von der Führungsstelle aus koordinieren.
"Verletzungen gehören leider dazu"
Sieben Kranken- und Rettungswagen, zwei Notärzte, zwischen 35 und 50 Helfer, ein Gerätewagen des Sanitätsdienst und ein Unfallhilfszelt werden dafür sorgen, dass in Wattenscheid gefeiert werden kann. "Kleinere und größere Verletzungen gehören leider mit zum Programm", sagt Kreisrotkreuzleiterin Meike Kaiser. Wie viele Verletzte pro Extremkarnevalsjahr anfallen, ist schwer einzuschätzen. Schalla: "Da wir wirklich mit allem rechnen müssen."


























