Haushaltssperre: Festival "Kemnade International" in Gefahr
BOCHUM Es droht die nächste Absage im Kulturhauptstadtjahr. Das Festival Kemnade International, das 2010 als "Dreiuferprojekt" rund um den See zu erleben sein soll, könnte an der Finanzierung scheitern.
Kemnade International, traditionsreiches Kulturfestival der Migranten, lockt wie hier 2009 viele Menschen in die Wasserburg Haus Kemnade. (Foto: Archiv)
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Geld zurück zahlen
Sollte sich die Haushaltslage weiter verschlechtern, müsste der Bahnhof das Geld zurück zahlen. "Mit einem solchen Risiko können wir die Organisation nicht übernehmen", sagte am Dienstag Heiko Schwegmann, Mitarbeiter des Bahnhofs Langendreer.
Eine Argument, das Kulturdezernent Michael Townsend gut verstehen kann. Doch er betont: "Wir sind noch nicht fertig mit dem Thema. Wir versuchen die Veranstaltung zu retten und alternative Möglichkeiten für die Finanzierung zu finden."
70.000 Euro-Etat Viel Zeit hat er nicht. Schließlich müssen rechtzeitig Künstler verpflichtet, die Infrastruktur und die Technik organisiert werden. Das was sonst auf Haus Kemnade zu erleben war, soll in diesem Jahr auf dem Gelände Gibraltar in Oveney zu erleben sein.Einsparmöglichkeiten
Ursprünglich war der Festivaletat sogar auf 146.000 Euro festgelegt worden. 70.000 Euro schienen ausreichen aufgrund der finanziellen Situation der Stadt und den Einsparmöglichkeiten, die sich durch die Zusammenarbeit mit dem Roadfestival "Odyssee - Kulturen der Welt", das ein Konzert beisteuert, und dem Zeltfestival Ruhr ergeben.
Teurer als gedacht
200.000 Euro will die Stadt Hattingen für ihren Beitrag ausgeben, für den die Wasserburg den Rahmen bilden sollte. "Die Stadt hat sich - noch - nicht aus dem Projekt zurück gezogen", sagte am Dienstag Thomas Griesohn-Pflieger, Pressesprecher der Stadt Hattingen. Organisation und Infrastruktur werden aber deutlich teurer als gedacht. Gespräche unter anderem mit dem Kreis sind jetzt geplant.






















