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Mondpalast gastiert auf der Freilichtbühne
Von Ronny von Wangenheim am 27.05.2008 17:57 Uhr
WATTENSCHEID 50 Jahre lang ist Bergmann Fritz Grabowsky unter Tage herum geirrt. Dann findet er endlich nach oben - auf die Freilichtbühne Wattenscheid. Wenn der Mondpalast von Wanne-Eickel am 22. Juni und 3. August zum dritten mal dort zu Gast ist, wird die Freilichtbühne zu Grabowskys Schrebergarten.

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Auch die Gießkanne gehört zum umfangreichen Instrumentarium der Mondpalast-Musiker.
Foto: Hänisch
Und noch besser als in den letzten Jahren passt "Wat ne herrliche Welt" wunderbar zur Bühne unter freiem Himmel. Familie und Freunde wollen Fritz behutsam auf den neuesten Stand der Dinge bringen. Dass es keine Zechen mehr gibt, verschweigen ihm die lieben Anverwandten besser. Da kann nicht nur Grabowsky staunen. Regisseur Thomas Rech, demnächst 54 Jahre alt, erzählt: "Da denkt man, 50 Jahre gehen wie im Flug vorbei. Aber was in der Zeit alles passiert ist - das kann man nicht fassen." Grabowsky allerdings, der sich ausgerechnet am Tag vor dem WM-Finale 1954 verirrte, interessiert vor allem, wie das Spiel ausgegangen ist,

Viel Live-Musik

In Wanne-Eickel wurde die Inszenierung von Thomas Rech schon 120 mal vom Publikum gefeiert. Rech verspricht einen "tollen Nachmittag mit einer Mischung aus Theater und Live-Musik". Vier Musiker, darunter die in Bochum wohl bekannten und in Wattenscheid wohnenden Uwe Kellerhoff und Milli Häuser, spielen Hits wie "Satisfaction" oder "Radio Gaga" - allerdings im neuen Gewand mit Ruhrgebiets-Texten. Rech begeistert sich vor allem für Axel Schönnenbergs (Grabowsky) Louis Armstrong-Version "Wat ne herrliche Welt": "Wer da nicht Tränen in den Augen hat, der ist kein Mensch".

Schlagzeuger Uwe Kellerhoff freut sich schon auf die beiden Gastspiele auf der Freilichtbühne: "Im Mondpalast muss ich immer so tun, als ob ich laut spiele, hier kann ich loszimmern."

2000 Zuschauer sind toll

Auch das restliche Mondpalast-Ensemble will die Gastspiele nicht missen. Bietet doch der Auftritt nachmittags im Hellen, wo kein Vorhang fallen und keine Verdunklung Umbauten verhüllen kann, einen besonderen Kitzel. Thomas Rech: "Vor 2000 Leuten zu spielen, das ist schon toll". Karten für die Vorstellungen am 22. Juni, 16 Uhr, und 3. August, 17 uhr, gibt es in den Bürgerbüros, bei Bochum Marketing, Tel. (0234) 963 02 44) oder im Internet.

 
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