Grundschul-Diskussion: Emsdetten stellt die "G-Frage"
EMSDETTEN Die Politik ist auf der Suche nach der Eier legenden Wollmilchsau. Einer Lösung, die den Anforderungen der Zukunft gerecht wird, wirtschaftlich sinnvoll ist, Qualität auf hohem Niveau sichert und möglichst wenigen weh tut. Sie ahnen es: Es geht um die Grundschulfrage ...
Um ihren Standort dank vieler Schüler zu sichern, lassen sich die Schulen so einiges einfallen - so sieht es zumindest unser Karikaturist Heinrich Schwarze-Blanke mit einem Schmunzeln. (Karikatur: Heinrich Schwarze-Blanke)
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Am Montag, 27. Februar, wird der Schulausschuss zunächst darüber entscheiden, ob eine Grundschule geschlossen wird, bzw. werden muss. Hierfür zeichnet sich derzeit eine politische Mehrheit ab, auch wenn sich mit der CDU die größte Fraktion im Rat (noch) nicht geschlossen zeigt. Im zweiten Schritt wird´s dann haarig: Bis zum Montag, 19. März, muss die Politik entscheiden, welche Schule Auslaufmodell wird.
Um für diese schwierige und emotional diskutierte Entscheidung alle Fragen erschöpfend zu beantwortet, bedarf es beinahe visionärer Kräfte - und vor allem jeder Menge Informationen. Die Stadtverwaltung hat daher ein Telefonbuch-dickes, 160 Seiten starkes Dossier zur zukünftigen Grundschulstruktur in Emsdetten verfasst.
Eigenes Dossier erstellt
Was wiederum die Buckhoffschule auf den Plan gerufen hat. Die hat ihrerseits ein Dossier erstellt. Hintergrund: Da sich die SPD bereits auf die Buckhoffschule festgelegt hat und die Stadtverwaltung zum Schluss kommt, dass sich der Buckhoff-Standort am besten anderwertig nutzen, bzw. verwerten ließe, ist die Schule in den Fokus der Diskussion geraten.
Die Schulkonferenz aber sieht ihre Schule falsch bewertet, fürchtet, dass ihre funktionierende Schule mit besten Zukunftsprognosen, dass das "Kulturgut" Buckhoffschule, Invenstoreninteressen geopfert würde. Sie beleuchtet die Situation daher aus ihrer Sicht - und kommt zum Schluss, dass je nach Betrachtungsfaktor die Kardinal-von-Galen, die Emauel-von-Ketteler- oder die Paul-Gerhardt- und nicht die Buckhoffschule geschlossen werden müsste.
- 11. Februar 2012Emsdetten stellt die
- 2. Februar 2012Kampf mit Fakten und Emotionen
- 20. Januar 2011:Die Stadt legt ein Dossier zur Grundschulstruktur vor
- 6. Dezember 2011:Die Entscheidung fällt im Februar
- 30. November 2011SPD spricht sich für Schließung der Buckhoffschule aus
- 18. November 2011Schwerer Schlag für die Paul-Gerhardt-Schule
Der Emanuel-von-Ketteler-Schule, die auch Kinder aus Hembergen besuchen, haben CDU und SPD aber in ihren Wahlprogrammen eine Bestandsgarantie bescheinigt, zudem zielt ein Aspekt des NRW-Eckpunktepapiers im Schulkonsens auf den Erhalt solcher kleinerer Bauerschafts- und Stadtteilschulen.
PGS gesichert?
Und die Paul-Gerhardt-Schule? Die ist Emsdettens einzige konfessionslose Grundschule, arbeitet integrativ, in einem Denkmal und ist mit 100 Plätzen der größte OGS-Standort. Daher müsse sie gesondert betrachtet werden, erklärt die Verwaltung, auch die Bezirksregierung sähe eine Schließung kritisch.
Andererseits haben sich für das kommende Schuljahr gerade einmal 17 Eltern für die PGS entschieden. Was passiert, wenn sich die Politik für die Schließung der Buckhoff-, der Galen- oder der Ketteler-Schule entscheidet, die Anmeldezahlen an der PGS aber in den kommenden Jahren trotzdem nicht steigen? Eine Frage, mit der sich vor allem die gespaltene CDU quält.
Die richtigen Antworten zu finden, wird nicht leicht sein. Um eine Diskussion in der breiten Öffentlichkeit zu ermöglichen, hat auch die Emsdettener Volkszeitung das städtische Dossier und das der Buckhoffschule durchgearbeitet - und hat die Kernaussagen für die EV-Leser auf mehreren Sonderseiten aufbereitet.
Die ersten beiden Sonderseiten zur Grundschul-Diskussion erscheinen in der Samstagsausgabe vom 11. Februar der Emsdettener Volkszeitung.















