Tödliches Ehedrama: Musste Tochter Tat mit ansehen?
EMSDETTEN Der tödliche Ehestreit vom Sonntagabend, bei dem eine hochschwangere 35-jährige Emsdettenerin mutmaßlich von ihrem 36-jährigen Ehemann erwürgt wurde, hat eine weitere dramatische Komponente: Die 18 Monate alte Tochter des Paares wurde möglicherweise Zeugin der Tat.
In diesem Haus in der Goerdelerstraße hat sich das Familiendrama ereignet, bei dem eine hochschwangere Frau zu Tode kam. (Foto: Oberheim (www.pressefoto-bernd-oberheim.de))
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"Ob sich das Kind in dem Zimmer aufhielt und die Tat mitansehen musste, können wir nicht mit Sicherheit sagen", erklärte am Dienstag Oberstaatsanwalt Wolfgang Schweer. Fest stehe aber, dass die eineinhalbjährige Tochter bei der Tat in der Wohnung des Ehepaares war. "Der 36-Jährige ist anschließend mit dem Kind zu seinem Schwager gefahren", ergänzt Schweer.
Bei Verwandten
Die kleine Tochter der getöteten Frau ist derzeit bei Verwandten untergebracht, wie Karl-Heinz Stevermüer, Leiter des zuständigen Jugendamtes in Emsdetten, bestätigt. Er will sich aber ansonsten nur soweit äußern: "Das Familiengericht ist in die Angelegenheit mit eingebunden."
Sorgerecht
Was er nicht sagt: Auch wenn der Vater in Untersuchungshaft sitzt, mutmaßlich der Täter ist, bei der Polizei am Sonntagabend eine Äußerung gemacht hat, die als eine Art Geständnis gewertet werden könnte, hat er weiterhin das Sorgerecht für das Kind. Dem Vernehmen nach geht es dem kleinen Mädchen aber gut, bei den Verwandten sei es gut aufgehoben.
Im Unklaren
Weiterhin unklar ist, warum genau und wie der Streit am Sonntagabend bis zum Äußersten eskalierte und in der furchtbaren Tat endete. Der mutmaßliche Täter wurde wie berichtet bereits einmal wegen Misshandlung seiner Frau verurteilt, mehrfach hatte sich die 35-Jährige ins Frauenhaus geflüchtet. Aus dem Umfeld des Ehemannes wurde aber auch von finanziellen Sorgen berichtet.
Keine weitere Aussage
Offiziell im Raum steht weiterhin nur die Aussage des Mannes vom Sonntagabend, dass er "möglicherweise seine Frau getötet hat". Auch vor dem Haftrichter hatte der Emsdettener keine weiteren Angaben gemacht, wie Oberstaatsanwalt Wolfgang Schweer erläuterte.















