SV Borussia Emsdetten: BSV Roxel bleibt der Angstgegner
EMSDETTEN. Geht das denn schon wieder los? Völlig unnötig, völlig überflüssig und völlig dämlich verloren die Borussen gestern ihr Auftaktspiel in der Landesliga mit 1:3 gegen den BSV Roxel.
Michael Rintelen (l.) wurde am Donnerstag suspendiert und zählt nicht zum Kader von Borussias Landesligaelf. (Foto: Bernd Oberheim)
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Von Aufbruchstimmung war nach der Partie gar nichts mehr zu spüren. Im Gegenteil, es lag die gleiche bleierne Schwere über dem Teekotten wie in großen Teilen des vergangenen Saison.
Wieder war es der Mannschaft nicht gelungen, ihr Potenzial abzurufen. Wieder wurden taktische Anweisungen ignoriert. Wieder waren individuelle Fehler an der Tagesordnung. Fehler, die die Gäste dankend nutzten.
Am Ende blieb eigentlich nur ein Trost: Vor einem Jahr gewann Borussia das erste Saisonspiel mit Glanz und Gloria mit 4:0. Und es folgte eine desillusionierende Spielzeit. Vielleicht folgt nach dieser bitteren Auftaktpleite ja das genaue Gegenteil.
Zunächst aber gilt es eine weitere Parallele zur Vorsaison zu konstatieren. Der Kader von Trainer Robert Borgelt schrumpft - diesmal schon am ersten Spieltag. Mit Timo Ascheberg, Dennis Bartsch, Patrick Scholtz, Süleyman Toylular, Kevin Botella, Rick Reekers und dem suspendierten Michael Rintelen fehlten gleich sieben Spieler. In aller Eile musste Borgelt noch Sonntagmorgen in der Reserve nach Ersatzspielern suchen.
Suche nach der Linie
Die aber saßen zunächst auf der Bank. Was auf dem Feld war, war den Namen nach eine Landesligaelf mit Qualität. Doch diese Qualität zeigte sich vor dem Wechsel viel zu selten. Beide Mannschaften suchten nach ihrer Linie. Bei Borussia köpfte Marcel Langenstroer nach einer Ecke von Marcus Meinigmann knapp am Tor vorbei (19.), bei Roxel prüfte Torsten Albers Borussenkeeper Florian Haude mit einem Schuss aus zehn Metern. Mehr passierte vor dem Toren nicht.
Auffällig nur Borussias Schwäche bei Standards: Zahlreiche Freistöße aus guten Positionen verpufften wirkungslos.
Mit Wiederanpfiff wurde es besser. Marcus Meinigmann traf nach toller Vorarbeit von Peter Lakenbrink, doch die Fahne des Linienrichters war (zu Unrecht?!) oben (51.). Dann wurde Meinigmann gefoult, statt eines Elfmeters aber bekam er die Gelbe Karte (55.). Dann doch noch ein Elfmeter, als der Schuss von Marcus Meinigmann nach tollem Solo Joshua Kleine Bardenhorst am Arm traf. Meinigmann verwandelte eiskalt, Borussia war auf der Siegerstraße (61.).
Zum Kontern eingeladen
Und vergaß den Weg zurück. Statt nun die Räume eng zu machen, lud die Borgelt-Elf den Gegner förmlich zu Kontern ein. Und der bedankte sich. Jan Dransmann schlich sich hinter dem Rücken von Ladislav Velican frei, traf das Tor aber nicht. Der Rest der Borussendeckung schaute dabei staunend zu, während Jens Könemann den Ball mutterseelenallein über die Linie drücken konnte (66.).
Dann ein Riesenpatzer von Marcel Langenstroer im Mittelfeld, Jan Dransmann tanzte zunächst Ladislav Velican, dann Keeper Florian Haude aus - 1:2 (68.). Wenig später segelte Haude an einer Ecke von Florian Reckels vorbei, der Ball direkt ins Tor - der Kuchen war gegessen (76.).
Borussias Schlussoffensive nutzte da trotz guter Chancen gar nichts mehr. Denn Roxel wusste - anders als die Gastgeber -, dass ein Spiel nur mit einer funktionierenden Defensive zu gewinnen ist.
Viele weitere Informationen rund um die Partie und zur Suspendierung von Michael Rintelen gibt es am Montag in der Printausgabe der Emsdettener Volkszeitung.










