SV Borussia Emsdetten: Deklassiert!
EMSDETTEN. Wieder verspielten sie eine Pausenführung, doch es kam noch viel härter als beim 4:4 gegen den TSV Marl-Hüls: Nach einer 1:0-Führung wurde den Borussen am Sonntag vom SV Mesum mit 4:1 das Fell über die Ohren gezogen.
Auch Marcus Meinigmann ließ nach der Pause ganz stark nach. (Foto: Bernd Oberheim)
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Und keine Frage: Dieses 4:1 war hochverdient. Nach ordentlicher Hälfte von beiden Seiten verfielen die Borussen in längst vergessen geglaubte Rituale. Ihrem Spiel fehlten Feuer, Leidenschaft und zündende Ideen, dazu gesellten sich individuelle Fehler, die dem Gegner das Toreschießen mehr als leicht machten.
Und da kann es keine Entschuldigung sein, dass mit Nico Niemeier, Marcel Langenstroer und Lirim Beqiri drei Stammspieler ersetzt werden mussten. Es standen nur Akteure auf dem Platz, die den Anspruch haben, in der Landesliga zu spielen. Doch zwischen Anspruch und Wirklichkeit klafften mehr als Welten. Das erinnerte fatal an die vergangene Saison.
Dabei zeigten die Rot-Weißen vor der Pause, dass es ganz anders geht. Da standen sich zwei Teams auf Augenhöhe gegenüber, das Spiel wogte hin und her, beide suchten die Offensive. So wie sich Fans Fußball eben wünschen.
Borussia wurde zuerst gefährlich, doch Rick Reekers, diesmal einzige Spitze, zielte zu hoch (6.), auf der Gegenseite verzog Christof Brüggemann aus 17 Metern (22.), Daniel Hallmann schoss am langen Eck vorbei (35.).
An die Latte
Je näher die Pause rückte, desto mehr riss Borussia das Geschehen an sich. In der 38. Minute verlängerte Rick Reekers einen langen Ball von Dennis Bartsch, Pantelis Kalaitzidis - Sonntag auf der "Zehn" eingesetzt - produzierte so etwas wie einen Heber. Das sah harmlos aus, doch plötzlich prallte der Ball an die Latte ...
Drei Minuten später eine lang geschlagene Ecke von Marcus Meinigmann, Peter Lakenbrink - er agierte diesmal auf der "Sechs" - nahm den Ball an und hämmerte ihn flach ins Netz. Borussia führte.
Und hätte mit mehr Ruhe in die Kabine gehen können, wenn Rick Reekers nicht viel zu früh abgeschlossen hätte, nachdem er Thomas Rauen klasse stehen gelassen hatte (44.).
Ein Geschenk der Ausgleich in der 55. Minute: Ladislav Velican wollte die Sache spielerisch lösen statt zu löschen, vertändelte den Ball an der eigenen Eckfahne gegen Ron Konermann. Der bediente Christof Brüggemann, der mit sattem Flachschuss das 1:1 markierte.
Und plötzlich war es mit Borussias Herrlichkeit vorbei. Einmal wurde es noch gefährlich. Abschlag Florian Haude, Kalaitzidis tanzt Jens Loerakker aus, doch der Pfosten rettet für Mesum. Ein Aufflackern, mehr nicht.
Nur noch der SVM
Denn der Rest des Spiels gehörte nur noch dem SVM. Philipp Strauß setzte sich im Strafraum klasse gegen Ladislav Velican durch, auch sein Flachschuss war unhaltbar (71.).
Dann das nächste Geschenk: Moritz Uphoff trat als letzter Mann auf den Ball, rutschte aus. Blitzschnell erfasste Ron Konermann die Situation, ging - von Uphoff verfolgt - auf und davon, legte im passenden Moment quer, und der mitgeeilte Christof Brüggemann hatte überhaupt keine Mühe mehr.
Jetzt war Borussia nur noch ein Spielball für die Gäste. Ron Konermann wurde nicht angegriffen, zog einfach mal ab - ein Klassetor bedeutete das 4:1 und den Schlusspunkt.










