SV Borussia Emsdetten: Ein Tag zum Grausen
BORKEN. Eine Pleite von vorne bis hinten, ein rabenschwarzer Tag. Mit 0:3 verloren die Borussen am Sonntag bei SG Borken - und nicht nur die 90 Minuten auf dem Platz waren höchst ärgerlich.
"Verschnupft": Trainer Robert Borgelt. (Foto: Bernd Oberheim)
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Der "gebrauchte Tag" fing dasmit an, dass gleich vier Leistungsträger sich bereits in den Urlaub verabschiedet hatten. Marcel Langenstroer, Pantelis Kalaitzidis, Michael Rintelen und Peter Rios hatten im Glauben, dass schon Winterpause sei, gebucht, den Nachholspieltag nicht auf der Rechnung gehabt. Und so kamen Sonntag Krystof Slizewski und Hannes Kattenbeck zu ihren allerersten Landesligaeinsätzen.
Glück hatten nicht nur die beiden, dass sie überhaupt nach Borken kamen: Denn beim Abfahrtstermin standen nicht genug Fahrzeuge zur Verfügung, Fahrer mussten herbeitelefoniert werden, mit Verspätung ging's endlich los.
Und dann in Borken auf einen fiesen, an einer Seite mit Pfützen übersäten, Schlackeplatz. Seit Menschengedenken hat kein 1. Borussenteam mehr auf solch einem Untergrund gespielt - und das war 90 Minuten auch klar zu erkennen.
"Bei diesem ganzen Theater können sich die Jungs doch gar nicht auf Fußball konzentrieren", schimpfte Trainer Robert Borgelt. Und fasste sich ansonsten kurz: "Wir sind heute nicht für eine Minute für einen Erfolg in Frage gekommen. Da können wir uns nur beim Umfeld und bei den Leuten, die uns im Stich gelassen haben, bedanken."
Zehn Minuten Hoffnung
Nur etwas daneben lag Borgelt damit. Denn in der ersten zehn Minuten hatten die Borussen mehr vom Spiel, da gab's noch Grund zur Hoffnung. Aber nicht, weil die Rot-Weißen gut spielten, sondern weil Borken gar nicht mitspielen wollte, sondern nur hinten drin stand.
Mit dem ersten Gastgeber-Angriff aber wendete sich das Blatt. Drei Ecken verpufften, doch Borussia war unsortiert, Niklas Bellen wurde der Ball serviert, der traf zum 1:0 (10.).
Mehr und mehr bekam Borken ein Übergewicht, ohne wirklich ernsthaft nach vorne zu spielen. Bis Niklas Bellen per Steilpass freigespielt wurde, Keeper Florian Haude ins Leere laufen ließ und auf 2:0 erhöhte (44.).
Zur Pause stellte Robert Borgelt um. Der indisponierte Bastian Wolf musste raus, für ihn rückte Kevin Botella von links nach rechts in die Viererkette. Die linke Position übernahm Ladislav Velican, für den Lirim Beqiri von der Zehn auf die Sechs wechselte. Zehner war jetzt die vorherige Spitze Rick Reekers, Peter Lakenbrink rückte von rechts in die Spitze. Und auf rechts feierte Hannes Kattenbeck sein Landesligadebüt.
Besserung brachte das nicht. Danny Schnelle bediente Niklas Bellen steil, wieder war der Borkener frei, und zum dritten Mal vollendete er aus Halblinks sicher (53.).
Danach passierte in Borken so gut wie nichts mehr. Die Spielanteile waren zwar ausgeglichen. Doch erst in der 66. Minute schossen die Borussen zum allerersten Mal auf den Kasten, Marcus Meinigmanns harmloser Freistoß stellte Keeper Sinan Tuncay aber vor keine Probleme. Und als Rick Reekers in der 78. Minute aus der Distanz abzog - da durften die Zuschauer zum allerersten und letzten Mal so etwas wie eine Borussenchance sehen.
Mehr zum Spiel steht am Montag in der Printausgabe der Emsdettener Volkszeitung.










