Start ins neue Jahr kann der TVE in die Tonne hauen: Keine Chance in Nordhorn - verdient mit 26:30 verloren
NORDHORN. Den Start ins Sportjahr 2012 kann der Handball-Zweitligist TV Emsdetten jetzt getrost „in die Tonne kloppen“. Vor einer Woche die Niederlage in Saarlouis, gestern dann die 26:30-Pleite im Derby als Gast der HSG Nordhorn. Nichts wurde es aus der erhofften Revanche für die TVE-Niederlage im Hinspiel. Und man muss es deutlich sagen: Nordhorn gewann völlig verdient, die Mannschaft war einfach deutlich besser. Etwa 300 Fans hatte der TVE aus Detten nach Nordhorn gelockt, sie alle fuhren sehr enttäuscht wieder nach Hause.
Stefan Thünemann durfte mit seiner Leistung zufrieden sein: Stark in der Abwehr, sieben Tore. Doch er kann sich dafür nichts kaufen ... (Foto: HSG Nordhprn)
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Selmanovic und Thünemann sorgten für die 2:1-Führung, doch Struck glich aus, Schagen erzielte das 3:2, flott erhöhte Nordhorn auf 5:2, und diese Führung gab der Gastgeber die gesamte Partie über nicht mehr ab.
Der TVE spielte mit einer 5:1-Deckungsformation, vorgezogen agierte Fannar Friðgeirsson. Abgesehen von einigen kleinen Schwächen darf man mit der Leistung der TVE-Deckung zufrieden sein. Da wurde sehr hart gearbeitet. Was nicht ganz passte, war die Leistungen der TVE-Keeper. Feshchanka begann, früh kam Babin, der nach 38 Minuten wieder gehen musste. Beide Keeper hatten zwei, drei gute Aktionen, doch der Torhüter auf der Gegenseite stahl ihnen klar die Show. Björn Buhrmeister hielt „wie ein Weltmeister“. Nun ist man ja schnell geneigt, zu sagen, der TVE habe den HSG-Keeper warm geschossen. Fakt ist, dass Buhrmeister ein großes Spiel machte, mehrfach auch gegen frei vor ihm auftauchende TVE-Spieler glänzend reagierte und früh (10.) einen Siebenmeter von Selmanovic hielt. Seltenen „Lohn“ für seinen tollen Auftritt fand Buhrmeister in der 35. Minute: Er hatte einen Wurf von Bozovic gehalten, wollte die „lange Lage“ spielen und sah, das Keeper Nils Babin aus seinem Tor geeilt war, um die Kugel abzufangen. Blitzschnell reagierte Buhrmeister und warf in die leere TVE-Kiste – zum 18:12. Zur Pause hatte der Gastgeber mit 14:11 geführt, und das völlig verdient.
Lange Zeit nach dem Wechsel behauptete Nordhorn seinen Vorsprung, über 20:15 und 25:21. Dabei spielte der Gastgeber gegen die offene TVE-Deckung sehr laufstark, war aber keineswegs frei von Patzern. Nein – Nordhorn war kein Gegner, den man nicht hätte packen können...
Als Leenders vom Kreis zum 27:22 traf, Elvir Selmanovic auf die Strafbank musste, da schien die Partie entschieden. Doch jetzt spielte der TVE bei Ballbesitz ohne Keeper, Friðgeirsson war siebter Feldspieler. Mit drei Treffern in Folge sorgte Janko Bozovic für etwas Nervosität bei der HSG, denn Nordhorn führte nur noch mit 27:25 – drei Minuten vor dem Ende.
Doch Matthias Struck hämmerte einmal mehr in die Maschen, Struck erzielte wichtige Tore, wenn es eng zu werden schien. Struck traf auch zum 28:25, Bozovic knallte an den Pfosten, jetzt war die Messe endgültig gelesen.
Mit der umgestellten TVE-Deckung durfte man zufrieden sein, offensiv kam zu wenig beim TVE. Die Außen Giesbert bzw. Anarson auf rechts sowie Boomhouwer auf links wurden viel zu wenig einbezogen, verharrten aber auch viel zu lange auf ihnen Positionen. Da war das Spiel der Nordhorner deutlich variantenreicher, mit vielen Positionwechseln. Bozovic fand gesamt gesehen zu einer guten Quote, hatte aber Mängel im Zusammenspiel. Friðgeirsson wollte so richtig Gas geben, doch er fand zu selten die Lücke zum Abschluss. Und Selmanovic kam nie richtig auf Touren, es fehlten – mit Ausnahme von Bozovic – die Treffer aus dem Rückraum. Es fehlt noch viel mehr, der TVE war nicht in der Lage, die eigenen Erwartungen zu erfüllen. Und verließ mit leeren Händen das Euregium. Verdient!
Viele weitere Infos vom Spiel am Montag in der EV.










