SV Borussia Emsdetten: "Neben den Schuhen..." - 0:3-Niederlage gegen GW Nottuln
Emsdetten. Das Heimspiel der Borussen sollte - nach dem grandiosen Erfolg in Ahaus - den Sprung der Rot-Weißen in die Spitzengruppe sichern. Doch es wurde eine Pleite gegen GW Nottuln. Die über 90 Minuten nicht "ausreichende" Leistung der Borgelt-Truppe wurde mit einer verdienten 0:3-Niederlage bestraft.
Von Stürmer Pantelis Kalaitzidis ging keinerlei Gefahr aus, die Abwehr der Gäste aus Nottuln hatte alles im Griff..
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Den ersten Akzent setzte Lirim Beqiri, mit einem bösen Foul gegen Oliver Gerson, für den Nottulner war das Match nach drei Minuten beendet. Riesiges Glück für Beqiri, dass Referee Steenebrügge erst in der Schlussphase konsequent reagierte - nur Gelb ...
Nottuln war vom Anpfiff weg das deutlich engagiertere Team. Laufstark, spielfreudig, energisch in den Zweikämpfen, mit diesen Tugenden kaufte der Gast den pomadig wirkenden Borussen schnell den Schneid ab. Und den Rot-Weißen fiel nur wenig ein, um das Heft in die Hand zu bekommen. Keine Bewegung ohne Ball, die Räume nicht gut besetzt. Geringe Gefahr über die linke Bahn, wenn Marcus Meinigmann an der Kugel war. Ansonsten - allenfalls ein laues Lüftchen ...
Kevin Botella hatte eine gute Kopfballchance nach Ecke von Rios, Marcus Meinigmann prüfte Keeper Dening mit einem strammen Schuss, mehr war es nicht von den Borussen. Zu wenig, um den eigenen Ansprüchen im Heimspiel gerecht zu werden.
Böser Uphoff-PatzerUnd dann lud Moritz Uphoff die Gäste zur Führung ein. Uphoff spielte einen "tödlichen" Querpass vor dem Strafraum, Rabah Abed spritzte dazwischen, Niemeier konnte nichts mehr retten, der Ball rollte an Keeper Haude vorbei in die Maschen. Genau nach dem Geschmack der Gäste, die mit dem 1:0 im rücken noch mehr Sicherheit fanden, noch frecher wurden.
Florian Haude verhinderte gegen Otto mit letztem Einsatz das 0:2, es brannte einige Male lichterloh im Borussen-Strafraum. Keine Ordnung, riesige Probleme in der Spieleröffnung, da fehlte alles beim Favoriten Borussia. Und am Strafraum der Gäste fand niemand im roten Dress den Mut zum Abschluss.
In der 39. Minute nahm das Unheil seinen Lauf: Dennis Otto startete in halblinker Position zu einem Solo, fünf (!) Borussenspieler hatten die Chance, dieses Solo zu beenden. Niemand (!) tat das, jeder verließ sich auf den Kollegen. Plötzlich zog Otto ab und donnerte in die lange Ecke - zum 2:0 der Gäste.
Natürlich hat es in der Borussen-Kabine gekracht. Lakenbrink kam für Beqiri, kurz darauf Wolf für Scholtz, später Reekers für Rios. Denn der hatte sich beim 3:0 der Gäste (69.) den Ball von Otto "durch die Hosenträger" spielen lassen. Von Bein zu Bein sprang die Kugel am Fünf-Meter-Raum, kam zu Rabah Abed, der blitzschnell reagierte und zum 3:0-Endstand erhöhte. Kurz zuvor hätte der agile Abed schon treffen können, doch er schoss über die Kiste, nachdem er Uphoff "auf dem Bierdeckel" ausgestanzt hatte.
Ball im Tor - Abseits!Über die Kiste schoss auf der Gegenseite auch Marcus Meinigmann, nach guter Vorarbeit von Rintelen geriet der ansonsten so treffsichere Borusse in Rückenlage. Vorher hatte GW-Keeper Dening viel Glück, dass er beim Lakenbrink-Hammer richtig stand. Sonst hätte er diesen Kracher niemals gesehen ...
Einen Treffer erzielten die Borussen, doch da war die Fahne des Assistenten oben. Sie versuchten es nach dem Wechsel, die Jungs im roten Dress. Doch sie hatten keine zündenden Ideen, spielten jetzt zu selten über die Flügel. Früh war klar, dass der Dreier nach Nottuln ging.
Bei einer Chance im Strafraum wurde der eingewechselte Rick Reekes geblockt, lag am Boden. Plötzlich griff Referee Steenebrügge in seine Batzentasche - Rot gegen Reekers. Niemand hatte den Grund gesehen, aber Steenebrügge: "Mit der Faust ins Gesicht geschlagen." Reekers riss sich das Trikot vom Leib und verschwand flott in die Kabine. Offenbar ist der Niederländer gefrustet. Weil er nicht von Beginn an spielt? Rick Reekers hat jetzt vier Wochen Zeit, über diese "Dummheit" nachzudenken.
So viel Zeit bleibt den Borussen nicht. Sie müssen die Lehren aus diesem Match ziehen. Sie müssen wissen, dass es in der Landesliga keine Punkte im Spaziergang zu gewinnen gibt. Trainer Borgelt stellte sich vor sein Team, nahm die Schuld auf sich. Doch das wird sich im Laufe der Woche ändern. Ganz bestimmt ...










