2. Handball-Bundesliga: TVE zum Schlager ins Euregium
EMSDETTEN. Das schwere Spiel bei der HSG Nordhorn-Lingen vor Augen, die bittere Niederlage in Saarlouis noch nicht vergessen. Einfach haben's die TVE-Zweitliga-Handballer derzeit nicht.
Jeffrey Boomhouwer war bester TVE-Torschütze in Saarlouis. Auch in Nordhorn ist seine Explosivität gefragt. (Foto: Rolf Ruppenthal)
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Zumal die Partie in Saarlouis im Nachhinein einen ganz bitteren Nachgeschmack hat. Plötzlich stand ein 25:22 auf der Anzeigetafel, dieses Tor hatte der EV-Redakteur verpasst. Wahr wohl passiert als er gerade etwas notierte oder mit dem Live-Ticker telefonierte. Das offizielle Spielprotokoll nach Ende der Partie bestätigte dieses 25:22, nichts zu lesen war dagegen vom 35:32, das der Redakteur kurz vor Spielschluss gesehen hatte. Dieses Tor unterschlägt das Protokoll.
"Das Spielprotokoll stimmt einfach nicht", bestätigt TVE-Trainer Patrik Liljestrand nach dem Videostudium der Partie die Wahrnehmung des EV-Redakteurs. Das 25:22 hatte es nie gegeben, das 35:32 war offiziell dann später nicht gefallen, weil der zuvor zuviel gezählte Treffer ja irgendwie wieder abgezogen werden musste ...
Permanent falsches Ergebnis angezeigt
"Als die Sekretäre das 25:22 notiert haben, hatten die Schiedsrichter ein Stürmerfoul von Daniel Fontaine gepfiffen", so Liljestrand. "Danach stand permanent das falsche Ergebnis auf der Anzeigentafel." Das auch der TVE in der Hektik des Spiels nicht anzweifelte. "In Wahrheit waren wir drei Mal bis auf ein Tor an Saarlouis herangekommen. Hätte ich das gewusst, hätte ich taktisch doch ganz anders reagiert", empört sich Liljestrand.
Klar dachte der TVE an einen offiziellen Protest, "doch uns wurde erläutert, dass der wohl nur dann Erfolg hätte, wenn wir mit einem Tor verloren hätten", so Liljestrand.
Trotz dieser bitteren Umstände bleibt allerdings klar: Hätte der TVE in Saarlouis in der ersten Hälfte die gleiche Leistung wie in Hälfte zwei geboten - dann wäre das "Phantomtor" für den Spielverlauf wohl relativ unwichtig gewesen. Aber auch das bleibt klar: Hätte der TVE nicht einseitige 6:0 Zeitstrafen nach dem Wechsel kassiert, hätte er die Partie trotz des "Phantomtors" wohl noch gekippt ...
Hätte, hätte, hätte ... - wie die EV schon am Montag schrieb.
Doch das ist Vergangenheit, Sonntag um 17 Uhr werden die Karten neu gemischt, beim Derby im Nordhorner Euregium. "Da müssen wir alles besser machen als in der ersten Halbzeit in Saarlouis", fordert Patrik Liljestrand. Nicht nur, weil der TVE oben dran bleiben will, weil er die verlorenen Punkte aus Saarlouis zurückhaben will sondern auch, weil die Dettener sich für die unglückliche Hinspielniederlage revanchieren wollen.
Was im Nordhorner Hexenkessel nicht einfach wird. "Nordhorn hat eine sehr starke erste Sechs, einen glänzenden Torhüter und ein gutes Konzept", warnt Liljestrand vor dem Tabellenachten, der Sonntag mit dem TVE in der Tabelle gleichziehen will.
Fraglich ist, ob Ernir Arnarson helfen kann, das zu verhindern. Er musste wegen einer Bänderverletzung in dieser Woche mit dem Training aussetzen.










