Prinzliche Rundfahrt: Stefan II. und sein Heimvorteil
GREVEN. Anker gelichtet und hinein ins närrische Glück: Prinz Stefan II. stach gestern samt seiner KG Emspünte in See und besuchte die Karnevalspartys der Stadt. Die letzte Vorstellungsrunde vor dem großen Umzug am kommenden Wochenende.
Pünte Jana sorgte dafür, dass im Tourbus keine Kehle trocken blieb. (Fotos: Jens Keblat)
Fahrtverpflegung
Die richtige Fahrtroute ist nicht der einzige drängende Punkt auf der Agenda. Auch diverse Orden für besondere und bislang möglicherweise vergessene Jecken gilt es einzupacken – oder gleich prophylaktisch zu vergeben. Denn ohne Orden kommt niemand in den Tourbus der Jecken. Ebenso wenig ohne Pils und Mettbrötchen. Die Marsch- oder vielmehr Fahrtverpflegung ist von größter Bedeutung, schließlich weiß man nie, ob die zu besuchenden Vereine auf solch einen blau-weißen Andrang auch würdig vorbereitet sind. Und was macht der Prinz? Der ist ganz entspannt, auch wenn er weiß, dass, „diese Tour schon etwas anderes ist als die Proklamationssitzung“.
Manche müssen stehen
Auch klimatisch gesehen herrschen unterwegs andere Bedingungen. Der Prinz aber ist vorbereitet – in sein Gewand „wurde extra viel Stoff eingenäht, das wärmt“, sagt er. Während es in der Kneipe nicht geräumiger hätte sein können, wird es schließlich im Tourbus deutlich enger. „In diesem Bus sitzt es sich bequem“, schwärmt zwar ein glücklicher Karnevalist, der noch einen Platz gefunden hat. Andere dagegen müssen stehen. Ganz egal, für Prinz und Karneval nimmt man das in Kauf.
Sechs Ehrenrunden
Der erste Höhepunkt der Fahrt kommt noch vor dem ersten Halt: Im Kreisel ortsauswärts Richtung Vosskotten dreht die Busfahrerin zu Ehren von Prinz und Pünte nicht nur eine Ehrenrunde, sondern gleich ein halbes Dutzend. Zahlreiche Jecken schunkeln vergnügt mit – für Fotografen und Musiker hingegen wird diese Szene zum Drahtseilakt. Kaum erholt von der Überfahrt, geht es gleich in den Saal am Vosskotten. Dort werden sie bereits erwartet, um für den Ordentausch und einige mitgebrachte Lieder bereit zu stehen. Gleiches Bild bei der zweiten und schon letzten Station des Busses, am Ballenlager.
Wem gehört die Stadt?
Hier feiert der CCFfL sein Karnevalsfest. Und wo gefeiert wird, ist eben auch der Prinz. Oder umgekehrt. Und weil es ein besonderes Privileg ist, Prinz zu sein, dürfen Stefan II. und Jana hier auch noch vor Stargast Anna-Maria Zimmermann auftreten – obwohl die zuerst dort war. Klarer Heimvorteil: Selbst der Schlagerstar weiß nun, wer denn in dieser Session die närrischen Geschicke der Stadt leitet. Helau!












