Handball: 09-Damen verpassen möglichen Sieg
GREVEN Sie hätten es schaffen können, die Zweitliga-Handballerinnen des SC Greven 09. Sie hätten ihr Auswärtsspiel beim BSV Sachsen Zwickau am Samstagabend gewinnen können. Doch sie verpassten, im entscheidenden Moment die Tormaschine anzuwerfen - und so fuhren Trainerin Franziska Heinz und ihre Mannschaft mit einem 27:33 (12:14) im Gepäck zurück in die Heimat.
Ania Jaszczuk. (Foto: Bernd Oberheim)
Die 09-Damen waren ohne Anika Ziercke und ohne Yasmin Yusif angetreten, und natürlich ohne die Langzeitverletzten. Es blieben also gerade mal acht Feldspielerinnen und damit mehr als dürftige Wechselmöglichkeiten. Aber die sollten nicht als Entschuldigung für die Niederlage herhalten. "Mit einem Minikader zu spielen, das kennen wir", meinte Heinz. Und der Minikader, der kam im etwa 500 Kilometer entfernten Zwickau sogar ziemlich gut zurecht. "Das Spiel war knapper als das Ergebnis aussagt", betonte die 09-Trainerin.
An der ersten Halbzeit hatte sie dann auch nicht viel zu meckern. "Sie war okay", kommentierte Heinz die erste halbe Stunde des Spiels. Zwar lagen die 09-Damen meistens hinten, aber manchmal auf vorne. Vor allem aber ließen sie sich nie von den Gastgeberinnen abschütteln. Über 4:3 (Ania Jaszczuk, 7.), 7:8 (Nikki Schreurs, 17.) und 10:8 (Sarah Everding, 19.) ging es zum 12:14-Pausenstand (Melanie Lorenz, 30.). Zu ändern gab es dann auch nur ein paar Dinge. Die Grevenerinnen wollten kleinere Abspracheprobleme in der Abwehr abstellen, schneller nach vorne spielen und den Angriff, vor allem aus dem Rückraum, verbessern.
Der Ausgleich
Nach dem Seitenwechsel war dann auch erstmal alles bestens. Die 09-Damen kamen auf 17:17 (37.) heran. Besonders Ania Jaszczuk machte sich in den ersten Minuten der zweiten Halbzeit verdient, sie warf vier der fünf Tore zum Ausgleich, auch das 17:17 ging auf ihr Konto.
Nachdem das gefallen war, hätten die Grevenerinnen weiter treffen müssen. Aber sie taten es nicht. Es dauerte ganze vier Minuten, ehe sie das nächste Tor (18:21 durch Jaszczuk, 41.) landeten. "Das war der Knackpunkt", sah die Trainerin die entscheidende Phase in diesen vier Minuten. Und dann flog Ulrike Glathe mit ihrer dritten Zeitstrafe vom Feld (47.), auf der Bank der Grevenerinnen saß in den letzten Minuten der Partie also nur noch eine Spielerin. Dennoch hatten die 09-Damen in den hektischen Schlussminuten nochmal die Möglichkeit heranzukommen, als sie beim Stand von 24:28 (56.) in doppelter Überzahl spielten. "Aber wir haben sie unsere Chance nicht gut genutzt", bedauerte Heinz.
Mehr möglich
Ihr Fazit: "Zwickau war zwar wacher und frischer als wir und hat konsequenter gespielt, aber für uns wäre trotzdem mehr drin gewesen - schade!"
SC Greven 09: Radke, Thiele -Jaszczuk (13/5), Everding (9/1), Schreurs (1), Lorenz (4), Glathe, Frank, Thomassen, Kornet.
BSV Sachsen Zwickau: Rau, Splinter - Starcek (6/6), Uhlig (6), Beckert (5), Choinowski (5), Uchibayashi (4), Henkel (3), Stegert (3), Stein (1), Kalasauskaite, Pruß, Büchl.
Siebenmeter: Greven (6/6), Zwickau (6/7).
Zeitstrafen: Greven sieben, Zwickau sechs.
Disqualifikation: Greven (Glathe nach dritter Zeitstrafe, 47.)










