Marihuana-Schmuggel: Drogen-Lieferant aus Holland vor Gericht
MÜNSTER/HEEK Anfang 2010 schmuggelte eine Bande aus dem Münsterland kiloschwere Marihuana-Pakete über die holländisch-deutsche Grenze. Ihr wichtigstes Zwischenlager war in Heek. Seit Donnerstag steht in Münster der mutmaßliche Lieferant vor Gericht – ein 41-jähriger Mann aus den Niederlanden.
Was ihn im Prozess erwartet, ist aus seiner Sicht sicherlich beängstigend. Denn die Anklage der Staatsanwaltschaft hat es in sich. Es geht um Schmuggelgeschäfte von rund 85 Kilo Marihuana bester Qualität.
Die heiße Ware wurde mit Autos über die Grenze gebracht – teilweise waren dazu sogar Leihwagen im Einsatz. Um Grenz- und Zollkontrollen zu umgehen, soll stets eine Art „Spähtrupp“ vorausgeschickt worden sein. Trotzdem waren einzelne Bandenmitglieder am Ende in Verkehrskontrollen der Polizei geraten.
Die 11. Strafkammer des Landgericht Münsters hat bereits angedeutet, dass der Angeklagte mit bis zu sechs Jahren Haft rechnen muss. Voraussetzung sei allerdings ein Geständnis. Sonst könnten noch mehr Jahre dabei herauskommen. Der 41-Jährige hat aber schon signalisiert, dass er die Vorwürfe einräumen will.















