Grollenburg: Die etwas andere WM
LEER "Wir hoffen, dass Fußball gespielt wird und wir Süßigkeiten bekommen", waren die Erwartungen von Tristan Hinkers und Tom Löbbering eigentlich klar, als sie sich mit 38 weiteren Kindern an der Grollenburg trafen. Doch es kam ganz anders.
Auch Treckerfahren war eine Disziplin bei der Landwirtschafts-WM. (Foto: Franz Neugebauer)
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Und tatsächlich kämpften auf dem Hofe von Ludger Nienau in Haltern Mannschaften aus verschiedenen Kontinenten gegeneinander. Jeweils zehn Kinder gehörten zu einer Mannschaft, gekennzeichnet mit der Nationalflagge des Landes. Die Mannschaften kamen aus Deutschland, Madagaskar, Japan und Russland an. „Wir haben diese Länder gewählt, weil die Flaggen so leicht zu malen waren“, so Elsbeth Denkler.
Geschick und Wissen
Doch zunächst hieß es drei Kilometer wandern, von der Grollenburg bis zum Hof Nienau. Bei Leusbrock und am ehemaligen Standort der Antoniusstatue wurde Station gemacht, versüßt durch leckeres Eis. Auf dem Wege war auch Aufmerksamkeit gefordert. Es galt Puzzlestücke am Wegesrand finden, die sie dann zu Tiermotiven zusammenfügt werden mussten.
Geschick und Können war gefordert beim Sackhüpfen, Nicole Denkler zwängte sich selbst in die enge Jute und musste feststellen, dass es gar nicht so einfach war.
„Ihr müsst drücken und loslassen“ empfahl Agnes Wenning beim Kuhmelken. Die Kinder merkten selbst, dass es eine hervorragende Fingergymnastik war. Manche Pylone musste daran glauben, als die Kinder mit Hochgeschwindigkeit auf kleinen Treckern einen Parcours meistern mussten. Kindgerecht, aber nicht einfach waren die Quizfragen.
Japan vor Deutschland Weltmeister
Christin Jung und Luisa Lischke wussten auf Anhieb, dass Eiweiß, Wasser, Calcium und Fett die wichtigsten Inhaltsstoffe der Milch sind. Dass Kakao in der Molkerei produziert wird und nicht von braunbunten Kühen stammt, wussten alle. „Sonst gäbe es ja vielleicht auch lila Milch, denn ich habe im Miniaturwunderland Lila-Kühe gesehen“, erklärte Tobias ten Winkel.
Nicht einfach war das Einführen einer Schraube in einen Flaschenhals. Schließlich hing der Nagel an einem Faden und war auf dem Rücken festgebunden. „Weltmeister wurde Japan, Deutschland wie üblich zweiter,“ kommentierte Gabriele Nienau das Endergebnis dieser etwas anderen WM.













