Freiwillige Feuerwehr Laer: Führungsriege der Brandschützer komplett
LAER In der Freiwilligen Feuerwehr Laer gab es in den 117 Jahren seit ihrer Gründung viele Veränderungen. Doch vor rund einem Jahr überschlugen sich die Ereignisse. Die gesamte Führungsriege wechselte. Am Freitagabend bei der Jahreshauptversammlung vollendeten die Brandschützer die Umstellung.
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Suche nach dem richtigen Weg
Die Feuerwehr habe seit Herbst viele Gespräche mit dem neuen Bürgermeister Detlev Prange und Hans-Hermann Langkamp von der Verwaltung über das zu sanierende Feuerwehrgerätehaus geführt. „Es ging zwar nicht immer geradeaus, aber wir versuchen weiter, den richtigen Weg zu finden“, sagte Stephan Rikels.
Bürgermeister Detlev Prange rückte die Brandschützer auf seiner Beliebtheitsskala ganz nach oben. „Für mich ist die Freiwillige Feuerwehr etwas ganz besonderes. Sie sorgt dafür, dass ich nachts ohne Angst ins Bett gehe und beruhigt einschlafen kann“, so der erste Bürger der Ewaldibachgemeinde. „Mein Herz schlägt natürlich für die Löschgruppe Holthausen“, betonte Ortsvorsteherin Margarete Müller.
DRK wünscht engere Zusammenarbeit / Altersdurchschnitt bei 38 Jahren
Reinhard Prosotowitz in seiner Eigenschaft als Vorsitzender des DRK-Ortsverbandes wünschte sich eine engere Zusammenarbeit mit der Feuerwehr. Gruppenführer Guido Höner nannte die aktuellen Zahlen. Die aktive Feuerwehr habe 60 Mitglieder. „Darunter mit Doreen Töns die erste Frau“.
Der Altersdurchschnitt liege bei rund 38 Jahren. Die Jugendfeuerwehr habe zwölf, die Ehrenabteilung 25 und der Spielmannszug 36 Mitglieder. „Mit 25 Einsätzen war 2009 ein eher ruhiges Jahr. Keine Einsätze mit schwer verletzten oder gar getöteten Menschen“, so Höner.
1000 Einsatzstunden geleistet
Der größte Einsatz seit langem sei der Brand bei Middendorf gewesen, dem ein Stallgebäude und 400 Schweine zum Opfer gefielen seien. „Unterm Strich leisteten wir rund 1000 Einsatzstunden.“ Werner Henrichsmann, stellvertretender Kreisbrandmeister, stellte einen neuen Standort der Kreisleitstelle in den Raum. „Ab Sommer 2010 muss keiner mehr seine eigenen Geräte zur Atemschutzstrecke des Kreises mitbringen“, fügte er hinzu.
Bezirksbrandmeister Klaus Mönch informierte die Laerer Brandschützer über den neu gegründeten Verband der Feuerwehren in NRW (VdF), der die Nachfolgeorganisation des insolventen Landesfeuerwehrverbandes Nordrhein-Westfalen ist (LFV). Ausgelöst wurden die Probleme des LFV durch die Insolvenz der Tochtergesellschaft Phönix Hotel gGmbH in Bergneustadt, die ein Feuerwehr-Tagungshotel betrieb.
Bezirksbrandmeister fordert nochmals PKW-Sonderzubehör
Mönch nutzte seine Gastrolle, die auf der Jahreshauptversammlung anwesenden Ratsmitglieder über ihre folgenschwere Entscheidung, die Anschaffung eines PKW mit Sonderzubehör abzulehnen, aufzuklären. Es sei der persönliche Auftrag des Rates, die Einsatzbereitschaft der Feuerwehr sicherzustellen.
„Wenn für jede Bereitschaftsstunde eines Laerer Brandschützers ein Euro bezahlt werden würde, kämen rund 480.000 Euro zusammen. Auch schon bei der Hälfte wären die beantragten 20.000 Euro für das Sonderfahrzeug doch Pillepalle, oder ?“ richtete der Bezirksbrandmeister seinen Vorwurf direkt an den Laerer Rat.













