Zoll-Ausbildung abgeschlossen: Gold, Rauschgift und Waffen gehören zum Alltag
HORSTMAR Geschmuggeltes Gold aus der Türkei, Rauschgift aus Südamerika oder Schlagwerkzeuge aus Spanien sind für Imke Ahmann (19) aus Leer-Haltern während ihrer Ausbildung beim Zoll nicht mehr fremd. Die junge Frau hat nach einer zweijährigen Ausbildung die Prüfung für den mittleren Dienst für Aufgaben im Zoll bestanden.
Die frisch gebacke Zollbeamtin Imke Ahmann sucht am Flughafen Frankfurt nach Schmuggelware. (Foto: Franz Neugebauer)
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Eigentlich wollte sie Kinderkrankenschwester werden, hatte auch schon eine Stelle. Dann habe sie sich einfach auf eine Stellenanzeige für die Ausbildung im Zolldienst beworben und nach bestandener schriftlicher, mündlicher und sportlicher Prüfung eine Zusage erhalten.
Büffeln, büffeln, büffeln
Der Einführungslehrgang war in Plessow, einem Ort in Brandenburg. Vollzugsrecht, Recht des grenzüberschreitenden Warenverkehrs, Zolltarifrecht, Verbrauchsteuerrecht, Allgemeines Steuerrecht, Vollstreckungsrecht, Strafrecht, Recht der Ordnungswidrigkeiten, Sozialversicherungsrecht und Ausländerrecht waren die Schwerpunkte.
Doch die Praxis war für sie am spannendsten. „Ich glaube, man bekommt im Laufe der Zeit ein Gespür dafür, ob jemand schmuggeln will“, ist sich Imke Ahmann sicher. Oft erkenne man die Reisenden beim unschlüssigen und zögerlichen Verhalten vor dem roten oder grünen Durchlass.
Waffenlose Selbstverteidigung
Angst hat sie keine, auch nicht auf „dem heißen Pflaster in Frankfurt“, wie man ihr sagte. Zudem hat sie in ihrer Ausbildung auch die „Eigensicherung und Bewaffnung“ und damit den Umgang mit Waffen sowie Techniken der waffenlosen Selbstverteidigung gelernt.
Wohnen wird sie zunächst in einem Zollwohnheim, sie will sich dann allerdings eine eigene Wohnung suchen. „Ich bin sicher, dass sie immer wieder mal schnell nach Hause kommt“, ist sich Vater Franz Ahmann sicher.













