Schöppinger Straße: Kunst statt Kaugummi
HORSTMAR Der ehemalige Verkaufsraum des Lebensmittelgeschäfts Schmerling auf der Schöppinger Straße hat eine Metamorphose erfahren. Seit April 2010 haben Engelbert Glock, Dr. Rainer Sälker und Klaus Wessels die Fläche angemietet, um sie für Ausstellungen zu nutzen.
Engelbert Glock, Dr. Rainer Sälker und Klaus Wessels haben die Fläche des ehemaligen Lebensmittelgeschäftes gemietet, um sie für Ausstellungen zu nutzen. (Foto Antje Pennekamp)
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Unter dem Titel „Schreckliches – Schön“ wird Klaus Wessels im Rahmen des Kulturprogramnms der Stadt Horstmar ab Freitag als Erster seine Bilder im Kunstraum4 präsentieren. Wessels, der in Burgsteinfurt ein Fotostudio betreibt, wird 15 bis 20 Bilder zeigen. In seinen Sequenzen beschäftigt er sich mit problematischen Themen, die er jedoch optisch ansprechend aufbereitet hat.
Betrachter soll Bilder selbst interpretieren
„Es ist ein Spiel mit den Gefühlen. Die Betrachter sollen zum Nachdenken angeregt werden und den Bildern ihre eigene Interpretation geben“, sagt der Künstler. So hat er etwa auf mehreren großen, braunen Brettern hellblaue Quadrate angebracht, auf denen die Fotos festgenagelt sind. Im Fortschritt der Sequenz nehmen die Bilder immer mehr Platz ein, bis der blaue Untergrund schließlich komplett abgedeckt ist.
Bilder spiegeln eigene Sicht des Künstlers wider
Zu sehen ist ein junger Mann, der sich in einem kargen Raum aus einem Anzug schält, um auf dem letzten Foto schließlich in Jeans, Unterhemd und Springerstiefeln dazustehen. „Die Bilder habe ich in einem noch nicht renovierten Raum auf meinem Bauernhof in Leer gemacht“, erklärt Wessels. „Es sind keine Auftragsarbeiten, sondern Werke, die meine eigene Sicht auf die Dinge widerspiegeln.“
Es gibt noch Platz in der Galerie
Die Ausstellungseröffnung ist am Freitag für 19 Uhr angesetzt. Bis zum 3. Oktober können die Werke dann an den Wochenenden zwischen 14.30 und 17.30 Uhr angeschaut werden. „Meine Zielgruppe sind natürlich Erwachsene, ich würde mich aber auch freuen, wenn sich ältere Schüler dafür interessierten“, so Wessels. Bis Mitte nächsten Jahres hat das Betreibertrio schon Veranstaltungen im Kunstraum4 geplant. „Wir haben aber noch freie Termine und sind immer für Anregungen offen“, versichert Engelbert Glock.













