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Medienhaus Lensing
04.08.2010 18:35 Uhr
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Landwirtschaft: Nach langer Dürre kommt der Regen rechtzeitig

HORSTMAR-LEER Der Regen kam gerade noch zur rechten Zeit. Heinrich Wenning (57) und Sohn Bernd (27) können aufatmen. Ihr landwirtschaftlicher Betrieb wird wohl nicht unter sehr großen Einbüßen aufgrund der langen Dürreperiode leiden müssen.Von Matthias Lehmkuhl

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Bernd Wenning steht im Weizenfeld, das erst in ein paar Tagen geschnitten wird. Trotz der Dürre verspricht die Ernte nur geringe Einbußen, weil der Boden eine gute Qualität hat.

 

„Wir kennen aber benachbarte Betriebe, die vor allem beim Getreide Ausfälle von mehr als 50 Prozent beklagen“, hat sich Heinrich Wenning in der Nachbarschaft erkundigt. Der Landwirtschaftsfachwirt ist seit über 20 Jahren Vorsitzender des Landwirtschaftlichen Ortsverbandes Leer und hat dadurch sehr gute Kontakte zu den über 90 Mitgliedern. „Bei einigen hat es große Probleme mit ihrem Grünland gegeben“, erklärt Bernd Wenning. Sei der erste Schnitt noch gut gewesen, sei der zweite miserabel ausgefallen.

„Normalerweise können Wiesen vier Mal im Jahr geschnitten werden. Das ist aber in diesem Jahr nicht mehr möglich“, so Wenning Junior der ebenfalls Landwirtschaftsfachwirt ist und in die Vaters Fußstapfen treten wird. Auch beim Mais hätten einige Bauern mit Einbußen zu rechnen. „Da wir auf unserem Areal gute Bodenqualitäten haben, ist unser Mais zwar für die Jahreszeit zu niedrig, aber die Kolben sind gerade noch groß genug“, erläutert Heinrich Wenning.

Ertrag besser als gedacht

Das niedrige, aber ergiebige Weizenfeld wird in den nächsten Tagen geschnitten. Die Gerste wurde schon gebunkert und ist im Ertrag besser ausgefallen als befürchtet.

Auch die Waldbrandgefahr habe nachgelassen. „Während der Dürreperiode hatten wir ganz große Angst, dass etwas passieren könnte“, betont der LOV-Vorsitzende. Aber gegen den erhöhten Befall von Borkenkäfern in dem 20 Hektar großen Waldgebiet konnte der Familienbetrieb nichts tun.

Schweine haben abgespeckt

Der landwirtschaftliche Betrieb von Heinrich und Bernd Wenning hat sich auf Schweinemast spezialisiert. Über 900 dieser Vierbeiner werden in hochmodernen klimatisierten Ställen gemästet. „Die Hitze hat natürlich verursacht, dass die Schweine nicht soviel zunahmen wie sonst zur gleichen Zeit“, unterstreicht Heinrich Wenning, dass auch Nutztiere bei hohen Temperaturen mehr trinken als feste Nahrung zu sich nehmen. Dadurch verlängert sich die Mastzeit und die Verweildauer im Betrieb.

„Dann hat man höhere Kosten bei ziemlich konstanten Schweinepreisen“, rechnet Wenning vor. Die Dürreperiode ist auch an seinem Familienbetrieb nicht ganz spurlos vorüber gegangen.


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