Einzelhandel: Stadt schlägt Beteiligung an Leader-Projekt vor
HORSTMAR Die Ideen sind da, nur ein gemeinsames Konzept fehlt: Wie Horstmar seinen Einzelhandel und damit die Altstadt neu beleben kann, wird von Ortsparteien, Förderring und Verwaltung eifrig diskutiert. Den Anfang macht jetzt die Stadt, die für die Beteiligung an einem neuen Projekt wirbt.
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Herzstück des Projektes soll eine groß angelegte, anonyme Bürger-Befragung sein, die Rückschlüsse auf den Bedarf geben und Angebotslücken aufdecken soll: Fehlt ein Lebensmittel- oder ein Bekleidungsgeschäft? Wo müssen zusätzliche Parkplätze entstehen? Reichen die Öffnungszeiten aus?
Neue Strategien, um Lage zu verbessern
Mit diesen Daten könnten Stadt und Geschäftsleute anschließend neue Strategien entwickeln, um die Lage zu verbessern. Vorstellbar sei auch, sich mit benachbarten Gemeinden zu vernetzen und so beispielsweise Geschäftsleerstände neu zu nutzen, Zweigstellen zu gründen oder um einfach Sortimentslücken zu überbrücken.
Die Grundlage dafür sollen die Daten und Fakten der Bürgerbefragung liefern. Rund 8.600 Euro würde das Projekt kosten, die Hälfte davon fördert Leader aus EU-Mitteln. Einige Nachbarn sind bereits mit im Boot: Der Laerer Rat hat erst kürzlich dem Projekt zugestimmt, mit Metelen sei man laut Thomas Schwarze im Gespräch.
Bürgerschaftliches Engagement
Mit ins Boot nehmen wollen die Beteiligten aber auch und besonders die Horstmarer Bürger. Robert Wenking hatte im Sozialausschuss bereits angemerkt, dass solche Konzepte auch durch das bürgerschaftliche Engagement mitgetragen werden müsse. Konkreter formulierte es jüngst die Orts-FDP.
Während ihrer Mitgliederversammlung im Januar regten die Liberalen an, dass beispielsweise die Landfrauen ein kleines Café eröffnen könnten. Andernorts sei das schon erfolgreich umgesetzt worden. Den Förderring hingegen treibt besonders die Parkmöglichkeiten um. Auf ihrer jüngsten Versammlung plädierten die Kaufleute für „kurze Wege“ vom Auto ins Geschäft. Die jetzige Verkehrssituation sei nicht optimal.
Alle an einem Tisch
Viele Ideen, viele Blickwinkel also: Sollte sich der Rat für das Leader-Projekt aussprechen, gilt es nur noch, alle mit an einen Tisch zu bekommen – die Bürger Horstmars mit eingeschlossen.
ZUR SACHE:
- Seit Beginn der 90er Jahre fördert die Europäische Union den ländlichen Raum mit dem LEADER Förderprogramm. LEADER steht für „Liaison Entre de Development de Economie Rurale“ (Zusammenarbeit von Akteuren zur Entwicklung des ländlichen Raumes).
- Von 1991 bis 2006 war LEADER ein separates Förderprogramm. Wegen des großen Erfolgs des Programms, soll LEADER als Methode zur Umsetzung der Entwicklung des ländlichen Raumes bis zum Jahre 2013 umgesetzt werden.













