SoLaer-Genossenschaft: Viele Horstmarer und Laerer interessiert an Beteiligung
HORSTMAR Spätestens Ende September will die SoLaer-Horstmar Strom ins Netz speisen. Das erklärte Matthias Partetzke, Vorstandsvorsitzender der betreuenden Ingenieur Netzwerk Energie eG, am Mittwochabend den rund 100 Gästen einer Infoveranstaltung im Vereinsheim der Schützenbruderschaft St. Katharina.
Die neu gegründete So-Laer Genossenschaft hatte zum Infoabend geladen und rund 100 Interessierte, Laerer und Horstmarer, kamen, fragten - und einige unterzeichneten auch gleich ihre Beteiligung. (Foto: Rupert Joemann)
- Trio erwischt Mit Kleinkind und ohne Führerschein auf Drogentour
- Hof Mersmann Reitprojekt stärkt Selbstbewusststein von Kindern
- Laerer Bürger sind gefragt Abstimmen für den Spielplatz
- Alte Fotos gesucht Laienspielschar der Concorden wird 100
- Gesamtschaden: 5000 Euro Landwirtschaftliche Maschinen gestohlen
„Wir wollen Leute haben, die sich mit Laer und Horstmar identifizieren“, sagte Horstmars Bürgermeister und Aufsichtsratsvorsitzender Robert Wenking. Partetzke geht davon aus, dass es eine Überzeichnung des Grundkapitals geben werde. 78.000 Euro sollen durch die Mitglieder eingebracht werden, etwa 25 Prozent der zunächst benötigten Investitionskosten in Höhe von 300.000 Euro.
Erste Photovoltaik-Anlagen geplant
„Das sind die ersten Dächer, mit denen wir starten wollen“, sagte Partetzke. Weitere, mit einer Mindestgröße von 200 Quadratmetern sollen folgen. „Wer ein entsprechendes Dach zur Verfügung stellen will, kann sich bei uns melden“, warb Robert Wenking. Mit der garantierten 20-jährigen Pacht von jährlich einem bis 1,50 Euro pro Quadratmeter könne aber niemand reich werden. Auch die Rendite ist eher etwas für konservative Kapitalanlager.
Vorsichtige Kalkulation
Drei bis fünf Prozent sind jährlich veranschlagt. Dabei hat der Vorstand gemeinsam mit Matthias Partetzke vorsichtig kalkuliert. Auch wurde bereits die noch 2010 zu erwartende Verringerung der staatlich garantierten Strom-Einspeisevergütung von bis zu 16 Prozent mit einkalkuliert. „Es können später vielleicht sechs oder sieben Prozent sein“, wollte Partetzke aber keine Versprechungen machen.
„Mein Antrieb ist nicht die Rendite, sondern eine CO2-Einsparung und, dass wir ein Gemeinschaftsprojekt in der Region vorantreiben.“
Derzeit wird mit Eigentümern über die Nutzung weiterer Dächer verhandelt. „Ein Investitionsvolumen von einer Million Euro sehe ich als möglich an“, meinte Partetzke. Sollten weitere Photovoltaik-Anlagen geplant werden, sei es jederzeit möglich, das Grundkapital zu erhöhen, weitere Bürger könnten mit einsteigen.













