Fremeyer-Museum: Auf dem Traktor durch die Zeitgeschichte
KREIS STEINFURT/WESTERKAPPELN Auf dem Hof von Friedhelm Fremeyer kann man auf eine Zeitreise des Traktorenbaus und der landwirtschaftlichen Geräte gehen. In drei Scheunen in Westerkappeln beherbergt der gelernte Maurer über 30 Traktoren mit Baujahren von 1922 bis in die 60er.
Rund 30 alte Traktoren sind bei Friedhelm Fremeyer zu sehen. (Foto: Alexandra Bergmann-Thünemann)
Figuren aus dem Märchenwald
Sein Vater hatte gegenüber dem Hof ein Grundstück gepachtet, auf dem er einen Märchenwald und landwirtschaftliche Geräte sowie einige Schlepper ausstellte. Figuren aus dem ehemaligen Märchenwald stehen noch heute im Hofgarten. Offiziell wurde die erste Scheune 1984 eingeweiht.
„Die Scheunen sind von anderen Höfen abgebaut und hier wieder aufgestellt worden. Heute bieten sie den Traktoren eine Ausstellungsfläche“, schildert der 1949 in Mettingen geborene Fremeyer. Sein Vater ist in ganz Norddeutschland herumgefahren, um an seltene Traktoren zu kommen.
Mehrere alte Backöfen
„Er hat zäh verhandelt. Manchmal ist er auch mehrfach hingefahren, bis der Kauf zustande kam“, erzählt er. Friedhelm Fremeyer backt auch Brot selbst. Im Backhaus aus dem 17. Jahrhundert kann man ihm über die Schulter schauen, der Hof wurde urkundlich erstmals im 14. Jahrhundert erwähnt.
„Vier oder fünf Backöfen befinden sich auf dem Grundstück. Ein Steinofen und ein Lehmofen sorgen für besonderen Genuss. „Auch ein Feldofen von der Bundeswehr wurde hier aufgebaut und hat ein Dach bekommen“, so der Hofbesitzer. In seiner Backstube, in der sich mehrere Knetmaschinen befinden, stellt er den Teig selbst her. Schinken zum Räuchern hängen in der alten Diele, in der auch an den Wochenenden Brote und Kuchen, sowie Getränke angeboten werden.
Schon der erste Traktor weckte die Leidenschaft
Bei gutem Wetter ist die Außengastronomie geöffnet. Fremeyer lebt für seine Traktoren. „Als mein Vater mit dem ersten Schlepper ankam, war ich infiziert. Seitdem habe ich immer geschraubt. Ich habe mich in die Traktorengeschichte eingelesen, bemühe mich immer um Ersatzteile“, verdeutlicht er.
Wenn ihm neben dem Museumsbetrieb Zeit bleibt, restauriert er alte Schaustellerwagen, mit denen er zu Oldtimertreffen oder in den Urlaub fährt.













