Winterschäden: Für die Kreisstraßen gibt es einen höheren Reparaturbedarf
KREIS STEINFURT Etwa 30 Prozent mehr als im Durchschnitt der Vorjahre kostet es den Kreis, die Winterschäden an seinen Straßen zu beseitigen. „Die vordringlichen Repararturen sind schon im Gange, sie dienen vor allem dazu, die Verkehrssicherheit zu garantieren“, erläutert Stephan Selker, Leiter des Straßenbauamtes beim Kreis.
Der Winter hat seine Spuren auf den Kreisstraßen hinterlassen. Die Sicherheit des Straßenverkehrs besitzt bei der Beseitigung der Schäden höchste Priorität. (Foto: dpa)
„Wenn die Straßen fünf bis acht Jahre alt sind, halten sich die Schäden in Grenzen, weil die Oberfläche noch gut dicht ist. Bei Straßen, die älter als zehn Jahre sind, gibt es eher einen größeren Aufwand“, so Stephan Selker. Hatte die Strecke schon vor dem Wintereinbruch Vorschäden, konnte das Wetter der vergangenen Monate mehr kaputt machen.
Einige Straßen standen schon auf Bedarfsliste
Bei den jetzt reparaturbedürftigen Straßen handelt es sich zum Teil auch um solchen, die schon auf der Bedarfsliste des Kreises standen. „Da handelt es sich eben nicht nur um Winterschäden. Diese Arbeiten werden dann vorgezogen, und andere Projekte rücken zeitlich nach hinten“, beschreibt Stephan Selker das Vorgehen.
Die Schäden sind im Kreis im Prinzip gleichmäßig verteilt, es gibt allerdings Schwerpunkte. Das Straßenbauamt war in dieser Woche noch auf Inspektionsreise durch den Kreis. „In den Höhenlagen ist schon mehr kaputt“, berichtet Stephan Selker. So lag nach seiner Aussage zum Beispiel beim Kohlekraftwerk in Ibbenbüren an einigen Stellen eine geschlossene Schneedecke von etwa zehn Zentimetern Höhe.
Wechsel von warm und kalt macht Straßen kaputt
„Da sitzt der Frost noch im Boden“, sagt Selker und weiß auch: Dort kommen die Schäden noch. Der Wechsel von warm und kalt sei es, so Selker, der die Straßen kaputt mache. „Erst fällt der Schnee, dann steht tagsüber die Sonne drauf, das Wasser dringt in den Boden ein, die Kälte kehrt zurück und dabei entstehen die Schäden“, so der Straßenbauamtsleiter vom Kreis.
Finanzielle Nachforderungen schließt er zum jetzigen Zeitpunkt aus. „Es kann sein, dass wir Verschiebungen im Etat vornehmen. Zum Beispiel könnte der Radwegeausbau zugunsten der Straßenreparaturen zurückstehen“, so Selker.
- INFO:
520 Kilometer Kreisstraßen sind im Kreis Steinfurt zu unterhalten. Für die Beseitigung der aktuellen Winterschäden stehen 50.000 Euro zur Verfügung, also etwa 100 Euro pro Kilometer. Insgesamt gibt der Kreis für den Unterhalt seiner Straßen zwei Millionen Euro pro Jahr aus in Form von Auftragsvergaben an Unternehmen.













