Rechtsextreme: Szene steht im Kreis in den Startlöchern
KREIS STEINFURT Eine manifeste rechtsextreme Szene und flächendeckende rechtsextreme Strukturen gibt es im Kreis Steinfurt nicht – noch nicht. Aber die Rechten stehen in den Startlöchern, sagen zwei Szenekenner.
(Foto: dpa)
Politiker, Fachkräfte aus Schule, Jugendhilfe und Vereine waren im Großen Sitzungssaal des Kreishauses erschienen. Die mobile Beratung „mobim“ hat es sich zur Aufgabe gemacht, rechtsextreme Vorfälle und Themen zu analysieren, wirksame Gegenstrategien zu entwickeln und zu vermitteln.
Störaktionen bei Veranstaltungen
Rechtsextreme Parteien wie „Pro NRW“, „Republikaner“ oder die NPD hätten zwar mehrmals angekündigt, bei Wahlen im Kreis Steinfurt flächendeckend antreten zu wollen. „Aber bis auf Störaktionen während einiger Veranstaltungen ist es bei den Ankündigungen geblieben“, sagte Heiko Klare, betonte aber, dass die Rechten in den Startlöchern seien.
„In Ahlen gibt es die Autonomen Nationalisten mit einer eigenen Internetpräsenz“, bestätigte Heiko Klare, Er erklärte, dass vor allem das Medium Internet die Gefahr einer Vernetzung der Rechten unterstütze. Das seien alles keine Tarnkappen-Nazis, sondern Personen, die ihre feste politische Einstellung lebten, fügte Michael Sturm hinzu.
Das sind die Gegeninitiativen im Kreis
Seit der Ankündigung der NPD im Superwahljahr 2009 auch im Kreis Steinfurt agieren zu wollen, hätten sich einige Initiativen gegen Rechtsextremismus gebildet. „So hat sich mit 'Rheine stellt sich quer' ein sehr aktives antifaschistisches Netzwerk eingerichtet. Auch 'Reckenfeld sind wir' oder 'Schule ohne Rassismus - Schule mit Courage' seine nachhaltige Projekte gegen Rechtsextremismus“, erläuterte Michael Sturm













