Hochwasser: Dank an die Feuerwehrleute und die Bevölkerung
METELEN. "Die Hochwasserlage in Metelen hat sich entspannt", teilte Gemeindebrandinspektor Norbert Beuting auf Anfrage unserer Zeitung gestern mit. Seit Donnerstagabend ware die Feuerwehr im Dauereinsatz.
Die Feuerwehr war im Dauereinsatz. (Foto Klenner)
- Scholz zur Diätenerhöhung "Unverschämt, unsozial und nicht gerechtfertigt"
- Freitag gibt's Halbjahreszeugnisse Lernlust und Notenfrust
- Winterfoto-Aktion Schicken Sie uns Ihre Bilder
- Cyprianusstraße Schmuck und Werkzeug gestohlen
- Vogelprozess am Landgericht Neue Erklärung: Vogeleltern von Iltis getötet
Samstagmorgen sei bereits eine Entspannung der Lage erkennbar gewesen. Man habe die einzelnen Brennpunkte, wie "Im Rott" und das Vechteufer, abgefahren und bereits die ersten Sandsäcke wieder aufgenommen. "Ungefähr 10 000 Sandsäcke wurden an diesem Wochenende in Metelen eingesetzt", erzählt der Feuerwehrchef.
Dank für selbstlosen Einsatz und Verständnis
Ganz besonderen Dank richtet der Leiter der Feuerwehr an seine Kameraden für die gute Mitarbeit, um diese extreme Lage zu meistern. "Obwohl elf Feuerwehrleute selbst vom Hochwasser betroffen waren, sind sie zur Wache gekommen, um den Metelener Bürgern zu helfen", lobt Beuting die Einsatzbereitschaft seiner Männer und Frauen. 55 waren das ganze Wochenende wechselnd im Einsatz.
Ebenso bedankt sich Beuting für das Verständnis der Metelener, dass nicht jede Einsatzstelle sofort angefahren werden konnte, da die Feuerwehr an vielen Stellen gefordert war.
Feuer durch Gärprozess- Feuerwehr muss erneut anrücken
Nachdem sich die Situation am Samstag entspannt hatte, sind einige Metelener Feuerwehrleute nach Langenhorst aufgebrochen, um dort die Ochtruper Wehr zu unterstützen. Nachdem man das Hochwasser nun ziemlich hinter sich hatte, wurde die Wehr bereits am Samstag gegen 20.20 Uhr zu einem recht ungewöhnlich Einsatz gerufen. Ein Landwirt hatte rund 200 frische Strohballen aufgestapelt und diese drohten nun, sich nach den langen Regenfällen zu entzünden. Denn das eingedrungene Regenwasser setzte einen Gärprozess in Gang.
Über 50 Grad in den Stohballen
"Wir haben in den Ballen Temperaturen von über 50 Grad gemessen", erklärte Beuting. Die Strohballen wurden abgestapelt und einzeln aufgestellt, um sie mit Wasser zu kühlen. Denn sobald das stark gepressete Stroh Sauerstoff bekam, entwickelten sich schnell kleine Glutnester und es fing an zu qualmen. "Man kann nicht sicher sagen, ob es zu einen offenen Brand gekommen wäre, aber die Strohballen wären auf jeden Fall unbrauchbar geworden", erklärt Beuting.









