Angehörige in der Pflicht: Gräber auf dem neuen Friedhof abgesackt
METELEN Der große Regen am vergangenen Wochenende hat auch zahlreichen Grabstellen auf dem neuen Friedhof zugesetzt. "Zwischen 150 und 200 Gräber sind eingesackt", schätzte Gemeindegärtner Hermann Mensing am Dienstag.
150 bis 200 Gräber auf dem neuen Friedhof sind abgesackt. (Foto: Dorothee Zimmer)
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Schon seit vergangenen Freitag weisen Schilder an allen Eingangsbereichen die Besucher darauf hin, dass der Friedhof geschlossen ist. Trotzdem kamen am Wochenende viele Angehörige, um sich ein Bild über den Zustand der von ihnen zu pflegenden Gräber zu machen. Zum Teil war die Erde - und mit ihr die gepflanzten Blumen und Sträucher - ins Erdreich gesackt.
Einige Blumenkübel und Denkmäler hatten ihre Standfestigkeit verloren und kippten bedenklich zur Seite. Im besten Fall war das Grab selbst verschont geblieben, in vielen Fällen aber waren Aufräumarbeiten erforderlich.
Mensing: "Keine Gefahr"
Der Hinweis auf die Schließung des Friedhofs ziele in erster Linie darauf ab, die Leute auf die durch den Regen veränderte Situation aufmerksam zu machen. "Es kann sein, dass einige Platten wackelig sind", sagte Mensing, "da ist es gut, wenn man ein bisschen vorsichtig ist. Es besteht aber keine Gefahr."
Getroffen hat es seinen Angaben zufolge insbesondere Gruften mit bereits längeren Liegezeiten, in denen die mit Regen durchtränkte und infolge dessen schwerer gewordene Erde abgerutscht ist. Die heftigen Regenfälle haben einen Vorgang beschleunigt, der in der Regel ohnehin nach längerer Zeit eintritt. "Ab dem achten Beerdigungsjahr muss man damit rechnen, dass ein Grab absackt."
Angehörige für Instandsetzung verantwortlich
Für die Instandsetzung der Gräber sind die Angehörigen selbst verantwortlich, "die Gemeinde ist da nicht zuständig", erklärte Mensing. Wer zum Auffüllen Mutterboden benötigt, kann sich allerdings kostenlos bedienen, "den liefert die Gemeinde". Und um die Platten auf den Wegen kümmert sie sich ebenfalls.
Viele Grabpfleger rückten Anfang dieser Woche mit allerlei Gerätschaften an und richteten die Grabstellen wieder her, darunter auch Helmut und Hildegard Kottig. Während der Ehemann ein ums andere Mal mit der Schubkarre unterwegs war, um Erde zu holen, widmete sich seine Frau der Bepflanzung. In unmittelbarer Nähe bemühte sich ein Paar, dem locker gewordenen Grabstein wieder Halt zu geben. Für diese nicht ganz leichte Arbeit hatten manche Angehörige auch einen Steinmetz zur Hilfe gerufen.










