Dramatische Lage: Kampf gegen die Fluten der Vechte
METELEN Nach den heftigsten Regenfällen seit Jahrzehnten kämpft die Feuerwehr mit auswärtiger Hilfe gegen die Wassermassen. Die Vechte droht an zahlreichen Stellen über die Ufer zu treten. Straßen im Ortskernbereich sind gesperrt, im Abenteuerzoo ist „Land unter“, am St. Ida-Stift mussten Bewohner in der Nacht zum Freitag evakuiert werden. Zahlreiche Keller von Privathäusern liefen voll.
Beim Vitustor an der Vechtebrücke hatte man einen guten Blick auf die Wassermassen. (Foto: Johanna Buss)
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Fotostrecke Hochwasser in Metelen
Der Katastrophenalarm, der am Donnerstagabend kreisweit ausgerufen worden war, ist am Freitagvormittag für die meisten Städte wieder aufgehoben worden – nicht aber für Metelen, wo die Vechte bis an die Brückengeländer hoch gestiegen ist und mit reißender Geschwindigkeit fließt.Feuerwehr-Chef Norbert Beuting hat alle Mann im Einsatz. Dazu kommen auswärtige Feuerwehr-Kräfte, die unter andrem aus Oer-Erkenschwick, Oelde und Dorsten zur Hilfe geeilt sind. Am Freitagmorgen waren rund 150 Feuerwehrkräfte damit beschäftigt, das Ufer der Vechte mit Sandsäcken zu sichern. Sandsäcke wurden auch von Firmen zur Verfügung gestelt. Besonders gefährdet sind der Innerorts-Bereich „Am Vitustor“, hier sind schon umfassende Straßensperrungen erfolgt. Der Reuters See an der Leerer Straße ist bereits „übergelaufen“. Auch Wohngebiete, wie etwa im Bereich Rott/Schlesierstraße, sind durch die nahe Vechte gefährdet.
Auch im Bereich der Schwimmhalle hat die Vechte für „Land unter“ gesorgt.
Evakuierung des St. Ida-Hauses
In der Nacht mussten etliche Menschen aus dem Betreuten Wohnen am St. Ida-Haus evakuiert werden. Direkt hinter diesem Wohnbereich liegt die Vechte. Die Bewohner zogen in das etwas entfernter gelegene Seniorenheim selbst um. „Es ist alles gut, niemand ist zu Schaden gekommen“, hieß es von der Leitung des St. Ida-Hauses.
Fotostrecke Metelen unter Wasser
Dramatisch ging es im Abenteuerzoo zu. Am frühen Freitagmorgen wurde das ganze Ausmaß der starken Regenfälle sichtbar. Der Gauxbach, der sich durch den Park des Zoos zieht und der in die Vechte abließt, hatte sich so gestaut, dass das Wasser großflächig über die Ufer getreten war. Mitarbeiter des Zoos und der Feuerwehr Metelen brachten die besonders gefährdeten Tiere in höhere Lagen. Vor allem die gerade mal 40 Zentimeter hohen Zwerghirschen und kleine Kängurus waren in Lebensgefahr. „Wir konnten aber alle Tiere retten“, sagte Tierpflegerin Nora Peiker gegenüber der MZ. Der Zoo ist derzeit geschlossen; wann er wieder öffnet, steht noch nicht fest.Feuerwehr im Dauereinsatz
In Metelen sind das Rote Kreuz und der Malteser Hilfsdienst wie die Feuerwehr im Dauereinsatz. Sie kümmern sich um die Verpflegung der Rettungskräfte. Die Sporthalle an der Ochtruper Straße ist zur großen Mensa und zum Aufenthaltsort umfunktoniert worden. Gemeindebrandmeister Norbert Beuting sagte, eine solche Lage nach Regenfällen habe er noch nicht erlebt. Der Kampf um die Ufer werde noch den ganzen Freitag andauern. Aktuell sind weitere Regenfälle angekündigt.
















