Keine weiteren Schritte gegen Hähnchenmast-Anlage
METELEN Die Nachricht gefiel den Zuhörern gar nicht: Bürgermeister Brüning erklärte am Montag, dass man keine weiteren Schritte gegen den Bau der Hähnchenmast-Anlage vornehmen könne.
Rat und Verwaltung können nichts gegen die Hähnchenmast-Anlage tun. (Foto: dpa)
Die Fraktionsvorsitzenden, Ratsmitglieder und er informierten am Montagabend die Anlieger über das vorläufige Ergebnis. Die Reaktion der formierten Gegner darauf sei geprägt gewesen „von einem Gefühl der Ohnmacht bis hin zu Verständnis für unsere Situation“, sagte Brüning. Die Fraktionschefs bekräftigten noch einmal ihr ablehnende Haltung zum Bauvorhaben.
„Keiner hält den Stall an dieser Stelle für wünschenswert“, erklärte unter anderem Martin Grotegerd (CDU).
Enttäuschung auf Seiten der Grünen
Rolf Hoogstoel (Grüne) sagte: „Ich bin maßlos enttäuscht, dass wir für die Anlieger nicht mehr tun können.“ Weiter zu intervenieren verspreche zum augenblicklichen Zeitpunkt keinerlei Aussicht auf Erfolg: „Wir haben das kleinere Übel gewählt.“ Gleichwohl drängte Brüning darauf, nunmehr mit verschiedenen Gremien in einen Planungsprozess einzusteigen, um der Gemeinde und weiteren betroffenen Regionen Kriterien an die Hand zu geben, wie künftig solche Anlagen gesteuert werden können.
„Bund und Länder scheinen überzeugt, dass die gesetzlichen Grundlagen ausreichen“, erläuterte der Verwaltungschef. Es habe auch bereits eine Expertenkommission mit entsprechend ausgearbeiteten Vorschlägen gegeben. „Aber die Bundesregierung ist darauf nicht eingegangen. Fakt bleibt, dass wir nicht flexibel reagieren können.“
Keine Prognose vom Bürgermeister
Mit den Anliegern sei man überein gekommen, eine Resolution an alle politisch Verantwortlichen abzugeben. Jetzt ist es Sache des Kreises, über das Bauvorhaben zu entscheiden. Brüning wollte über dessen Vorgehen keine Prognosen abgeben, betonte aber: „Die Gemeinde wird sich eine Genehmigung genau ansehen.“









