Pfarrkirche: Renovierung geht gut voran - Messe im Sonnenschein
METELEN Noch ist das Innere der Pfarrkirche eine Großbaustelle: Die Sitzbänke türmen sich im Mittelschiff und im Altarraum. Handwerker bewegen am Mittwoch Maschinen über das Parkett, das geschliffen und anschließend geölt wird. „Dann wird auch das wieder frisch“, freut sich Pastor Thomas Stapper. Das „Juwel Kirche“ macht Fortschritte.
Pastor Thomas Stapper zeigt auf einen Sandstein, der im Vergleich zu den umliegenden noch nicht gereinigt worden ist (Foto: Dorothee Zimmer)
Unterschiedliche Vorstellungen auf beiden Seiten führten schließlich zu einem Kompromiss: Die Brauttür wird behindertengerecht – und das heißt relativ aufwändig – ausgestaltet. Der gegenüberliegende Eingang, die sogenannte Lohoff-Tür, erhält lediglich frische Farbe und eine neue Verglasung. „Das wird voraussichtlich aber erst nach Ostern geschehen“, schätzt Stapper.
Richtige Höhenposition wird ausgelotet
Hell ist es in der Kirche geworden. Die Sonne scheint durch frisch geputzte Fenster, die diese Art der Pflege nach Einschätzung des Pastors vor rund zwanzig Jahren zum letzten Mal erfahren haben: „Sonst werden nur die Spinnweben entfernt.“ Die Wände sind nach einer sorgfältigen Reinigung frisch gestrichen, Säulen und Steinfiguren vom Schmutz und Staub vergangener Jahrzehnte befreit. Das förderte zum Teil Schadstellen – auffällig zum Beispiel bei der Kreuzigungsgruppe – zutage, die das Einheitsgrau bis dato gnädig verdeckte.
Fünf Spezialwerkstätten
Auch die vier flämischen Kronleuchter – zwei historische, zwei nachgemachte – befinden sich zurzeit in einer Restaurationswerkstatt. Insgesamt sind fünf solcher Spezialwerkstätten in die Renovierung involviert. Jeweils eine kümmert sich um Kreuz, Kronleuchter, Kreuzwegestation, Holzfiguren und Steinskulpturen.
Die erfolgte Entfernung des Beichtstuhls – „die Zeiten, wo sich hier lange Schlangen gebildet haben, sind vorbei“ – im linken Seitenschiff hat laut Stapper zwei Vorteile: Zum einen können die Kreuzwegbilder nun in lockererer Reihenfolge aufgehängt werden als das zuvor der Fall war. Zum zweiten bietet der freigewordene Platz die Möglichkeit, die Sitzbänke weiter auseinanderzuziehen.
„Die Gemeinde steht voll dahinter“
310.000 Euro insgesamt wird die Maßnahme kosten, durch Kollekten und Spenden sollen rund 58.000 zusammen kommen. „Knapp 10.000 Euro brauchen wir noch“, sagt Stapper zum augenblicklichen Stand. Er weiß um den nötigen Rückhalt: „Die Gemeinde steht voll dahinter.“
Im Sommer schon kommt die nächste Baustelle auf die Kirche zu: Teile des Dachstuhls müssen repariert werden. Eine Maßnahme, von der Stapper sagt, dass sie unter „n“ wie notwendig fällt. Daneben gibt es noch das „w“ wie wünschenswert. Aber das macht sich aufgrund weniger Zuschüsse im eigenen Geldbeutel sehr viel mehr bemerkbar.











