Demo gegen Studiengebühren eskalierte
MÜNSTER An der Universität Münster werden weiterhin Studiengebühren erhoben. Das hat Mittwoch der Uni-Senat entschieden. Vor und während der Sitzung hatte es Ausschreitungen demonstrierender Studenten gegeben.
Große Proteste gab es gegen die Einführung der Studiengebühren an der Uni Münster. Jetzt musste die Uni zugeben, dass sie 2008 einen Teil der Einnahmen falsch verbucht hat. (Foto: Tronquet (Archiv))
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Der Senat fällte die Entscheidung unter massivem Polizeischutz im münsterschen Schloss. Bei einem zunächst friedlichen Demonstrationszug mit knapp 2000 Teilnehmern hatten Studenten ihr Recht auf freie Bildung eingefordert und Gebühren als „unsozial“ bezeichnet.
Vermummte Demonstranten
Einige Studenten versuchten später gewaltsam, in das von der Polizei abgeriegelte Schloss einzudringen. Zum Teil waren diese Demonstranten vermummt. Bei den Auseinandersetzungen wurden nach Polizeiangaben zwei Beamte so schwer verletzt, dass sie nun dienstunfähig sind. Einige Demonstranten wurde durch den Einsatz von Pfefferspray verletzt. Die Polizei meldete sechs Festnahmen.
Die münstersche Universität kann je Semester knapp sechs Millionen Euro aus Gebühren einsetzen. Sie finanziert damit etwa längere Öffnungszeiten von Bibliotheken und zusätzliche Tutoren-Stellen.



















