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MÜNSTER Es ist ein Baustein, der die Euregio zwischen Münster, Osnabrück und Enschede im Wettbewerb um die besten Köpfe voranbringen soll. Mit Hilfe eines Karriere-Zentrums sollen ab dem nächsten Jahr gezielt hochqualifizierte Arbeitskräfte gehalten, angeworben oder zurückgeholt werden.
„Wir wollen mit dem Karrierezentrum niemandem Konkurrenz machen“, sagt Günter Klemm (Foto), bei der WFM zuständig für regionale Koordination und Europafragen.
Die drei Städte haben erkannt, dass sie außerhalb ihrer Kerngebiete im vielstimmigen Werben der konkurrierenden Regionen nur dann eine Chance haben aufzufallen, wenn sie sich eine gemeinsame Plattform geben. Auch die Unternehmen in der Euregio fordern, mit einer gemeinsamen Stimme zu sprechen. Eine Studie der Uni Twente im Auftrag der Arbeitsgemeinschaft der Wirtschaftsförderungen hatte ergeben, dass die Firmen von den institutionellen Akteuren ein besser abgestimmtes Marketing in Bezug auf potenzielle Arbeitskräfte wünschten.
Bindeglied
Die Antwort soll das neue „Career-Center Euregio“ liefern. An der vorbereitenden Projektgruppe sind in Münster die Wirtschaftsförderung (WFM), die beiden Hochschulen, die Industrie- und Handelskammer (IHK) Nord Westfalen, die Handwerkskammer Münster und die Aktion Münsterland beteiligt. Das Karriere-Zentrum soll unter anderem über eine nicht-öffentliche Stellenbörse als Bindeglied zwischen Unternehmen und Arbeitskräften in der Jobvermittlung dienen. Dabei sollen auch Personaldienstleister eingebunden werden. „Wir wollen niemandem Konkurrenz machen“, sagt Günter Klemm (Foto), bei der WFM zuständig für regionale Koordination und Europafragen.
Über eine zentrale Dachgesellschaft könnten Rekrutierungsbörsen organisiert werden. Unter dem Stichwort Regionalmarketing soll sie auch gemeinsame Aktivitäten zur Außendarstellung der Region koordinieren. „Wir wollen die Transparenz erhöhen“, sagt Klemm.
Vier lokale Säulen – eine im Münsterland, eine in Niedersachsen und zwei auf der niederländischen Seite – agieren als Anlaufstellen vor Ort. Sie könnten Karriereplanungen machen sowie Traineeprogramme und Praktika in der Region an Studierende vermitteln. Weil immer mehr Berufe akademisiert werden, steige auch hier der Bedarf, so Hans-Bernd Felken. Er ist bei der IHK Nord Westfalen für das Projekt zuständig ist.
Produktqualität
Man müsse deshalb auch die Hochschulen flankierend unterstützen. Idealerweise würden die hochqualifizierten Mitarbeiter von morgen in der Region ausgebildet, sammelten berufliche Erfahrung außerhalb und kehrten dann zurück. „Die Fachkräfte bestimmen die Produktqualität“, machte Felken deutlich.
Bis zum Herbst soll nun definitiv entschieden werden, wer sich an dem Karriere-Zentrum beteiligt, wer darin eine Führungsposition übernimmt und wie es finanziert wird.
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