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Medienhaus Lensing
09.02.2010 07:20 Uhr
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Staatssekretär Manfred Palmen: "Die höchste Beamtendichte außerhalb des Kremls"

MÜNSTER Staatssekretär Manfred Palmen wirft den Münsteranern „Angst und Minderwertigkeitskomplexe“ vor. Dies schließt er aus Äußerungen aus Münster über die Verwaltungsstrukturreform der schwarz-gelben Landesregierung. „In Münster arbeitet jeder zehnte Bürger für die Landesverwaltung, vom Baby bis zum Greis“, so Palmen. „Und wenn ich mich hier so umschaue, dann nagen die alle nicht am Hungertuch“.Von Stefan Bergmann

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 (Foto: Stefan Bergmann)

Palmens Stärke waren schon immer klare Wort, und er erfüllte die Erwartungen am Montag bei der Westfalen-Initiative. Bezirksregierung? Abschaffen, aber erstmal in Ruhe lassen, und erst 2012 entscheiden. Landschaftsverbände? Abschaffen, „das sind keine natürlichen Verbände“, so Palmen, „die politische Idee des Landschaftsverbandes ist merkwürdig blass“.

Es bleibt beim Beschluss aus dem schwarz-gelben Koalitionsvertrag von 2005, die fünf Bezirksregierungen und zwei Landschaftsverbände aufzulösen und drei Regionalverbände zu gründen.

Entscheidung noch vor der Wahl?

Wie die Lösung im einzelnen aussehen werde, solle dann entschieden werden. Palmen hofft, dass die CDU bei ihrem Landesparteitag am 20. März in Münster dazu Aussagen macht, also vor der Wahl.

Palmen habe den Eindruck, so sagte er, dass viele Argumente den Bürgern auch untergeschoben würden, von interessierter Seite und von der Presse.

Kirsch kocht

Das war eine Vorlage für den aktuellen Landesdirektor Wolfgang Kirsch. Ob denn bekannt sei, dass seine Landschaftsverbände nur je 1500 Mitarbeiter in der zentralen Veraltung hätten, und eben nicht Tausende, wie Palmen sagte.

Die anderen 13500 Mitarbeiter arbeiten in Kliniken, in der Psychatrie, in Kultureinrichtungen vor Ort, so Kirsch. „Herr Palmen, Sie können unsere Mitarbeiter abschaffen. Aber nicht die Menschen, für die sie arbeiten“.





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