Ein Lob vom Känguru
MÜNSTER Wenn Chris und André normalerweise Wände bemalen, steht ein kritischer Lehrmeister hinter ihnen. Am Montag übernahmen fünf Kängurus die Beaufsichtigung. Die Beuteltiere sahen zu, wie die Jugendlichen das Haus in ihrem Gehege anstrichen.
Artikel aus diesem Ressort
Die beiden Jugendlichen sind im ersten Lehrjahr ihrer Ausbildung zum Maler und Lackierer. In sechs Gruppen bemalen 43 Auszubildende zwei Wochen lang Wände mit Affen, Fröschen und Kamelen. Die Ideen dazu entstanden über Monate hinweg im Unterricht am Adolph-Kolping-Berufskolleg. In dieser Zeit beschäftigten sich die Auszubildenden mit Tieren und dem Zoo, aber auch mit der Kultur der australischen Ureinwohner. Der Auftrag sollte nicht an mangelnder Authentizität scheitern.
Dauerregen
Dass es auch zu Komplikationen kommen kann, sah man am Montag an der Zookanal-Brücke, die mit Elefantenfüßen angemalt wird. Dort erschwerte der Dauerregen die Arbeit. Die Maler und Lackierer versteckten sich unter Bänken und Planen. Kein Tropfen sollte die Farbe verwischen.
Diese Sorgen haben Chris und André nicht mehr. Ihr Projekt ist fast beendet, die Wandfarbe schon getrocknet. Ein Känguru zollte ihrer Arbeit Respekt. Es hüpfte vor das Haus und schmiegte sich an die Wand an. Im Schatten des Ayers Rock schien es dem Tier gut zugehen.























