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Medienhaus Lensing
17.02.2012 17:56 Uhr
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Preußen gegen Osnabrück: Höchste Sicherheitsstufe vor brisantem Duell

MÜNSTER Live-Übertragung im Fernsehen, ein ausverkauftes Stadion, dazu die ewige Rivalität zwischen den Preußen und den Osnabrückern: Die Grundzutaten für ein spannendes Derby am Samstag nächster Woche sind gegeben. Doch es bedeutet auch gleichzeitig Ausnahmezustand rund um das und im Preußenstadion.Von Thomas Rellmann und Christoph Ueberfeld

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Beim Hinspiel in Osnabrück gab es schlimme Auseinandersetzungen. Dazu soll es jetzt in Münster keinesfalls kommen. (Foto: Sanders)

Hinter den Kulissen glühen seit Tagen die Drähte zwischen den Verantwortlichen von Polizei, Preußen Münster und VfL Osnabrück. Diese Begegnung ist ein Hochsicherheitsspiel. Doch die Polizei macht nicht viel Aufhebens um diese Partie, für sie ist es ein Spiel wie viele andere.

„Wir können bei solchen Spielen auf unsere fertigen Sicherheitskonzepte zurückgreifen“, sagt Jan Schabacker, Sprecher der Polizei Münster. Und dieses Konzept sieht für das Derby genauso aus wie das aus dem November gegen Arminia Bielefeld. Diesmal wird wie gegen die Ostwestfalen die Zuschauerkapazität nicht auf 18 500 – wie zuvor mehrfach praktiziert – erhöht.

Vom Zug direkt in den Bus

„Die Osnabrücker Fans, die mit dem Zug anreisen, werden direkt am Bahnhof in Empfang genommen und mit dem Bus zum Stadion transportiert“, sagt Schabacker. Oberste Priorität wird eine strikte Trennung der Anhänger beider Vereine haben. Damals griffen die Vorkehrungen der Polizei und der Vereine sehr gut. Der VfL wird eigene Ordner bereitstellen, voraussichtlich greift zudem auch wieder ein Zaunfahnen-Verbot für die Gästekurve.
Die Fanprojekte beider Klubs wollen in der nächsten Woche in einer gemeinsamen Erklärung zum gewaltfreien Umgang miteinander aufrufen. Denn eines macht Schabacker deutlich: „Wer auf der Anreise schon Stress macht, wird das Stadion nicht von innen sehen!“

Für Roland Böckmann, den Sicherheitschef des SC Preußen, steckt in diesem Duell nicht mehr Brisanz als im Zusammentreffen mit den Bielefeldern. „Natürlich fordert die Vorbereitung uns alle genauso wie gegen Arminia. Aber man darf nicht vergessen, dass es im Hinspiel einen abscheulichen Vorfall gab, aber es ansonsten vergleichsweise ruhig blieb.“

33 Verletzte im Hinspiel

Offene Rechnungen sieht der 41-Jährige nicht. Zudem gibt er zu bedenken, dass nach dem besagten Böllerwurf mit 33 Verletzten – darunter fünf Kinder – vom 10. September keine weiteren Vorkommnisse im Preußen-Block mehr zu notieren waren. Pyrotechnik, also bengalische Feuer und Knaller, blieben seither aus. Natürlich auch als Resultat verschärfter Kontrollen. Böckmann: „Rein sicherheitstechnisch sind unsere Anhänger nicht weiter auffällig geworden, es gab keine Randale.“


Eine Absage der Partie aufgrund der Rasenverhältnisse an der Hammer Straße wollen die Verantwortlichen möglichst vermeiden. Grund dafür ist nicht in erster Linie die Live-Übertragung im WDR und NDR, sondern die dann schwierige Suche nach Alternativterminen.
Bis zum Saisonende wäre nur noch ein Nachholspiel abends in der Woche möglich. Ein Aufeinandertreffen der Fangruppen in der Dunkelheit nach Spielschluss möchten alle Beteiligten vermeiden.


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