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MÜNSTER Gregor Staub schlägt mit der flachen Hand auf die Metalltafel. „Ich haue auf Eisen“, sagt er. Für die knapp 200 Studenten, die gestern zum „Mega Memory Day“ ins Audimax des Englischen Seminars gekommen sind, heißt das: Die Tafel repräsentiert ab jetzt den US-Präsidenten Dwight Eisenhower.
Gedächtnisexperte Gregor Staub zeigte Studenten, wie er sich beim Auswendiglernen auf Assoziationen stützt. (Foto Rüschoff)
Verknüpfungen
Der schweizerische Gedächtnisexperte Staub hat ihnen zu Anfang der Veranstaltung ein Versprechen gemacht: „In ein paar Minuten können Sie die letzten zehn Präsidenten der USA auswendig.“ Seine Methode dafür hat er MNEMO-Technik genannt. „Lernen hängt von den Daten ab, die Sie im Gehirn bereits gespeichert haben. Sie müssen Verknüpfungen herstellen“, sagt der Schweizer. Mit anderen Worten: Seine Technik stützt sich auf Assoziationen, man könnte auch sagen: Eselsbrücken. Hilfreich sind Bewegungen. Um sich den Begriff „Tageslichtprojektor“ einzuprägen, rammt er sein Knie in das Gerät.
Staub erzählt, er sei selbst 1970 vom Gymnasium geflogen, „mangels Lernfähigkeit“. Als er eines Tages im Parkhaus sein Auto suchte, und ihm erst nach mehr als einer Stunde einfiel, dass er mit dem Zug angereist war, wurde es ihm zu bunt: „Es musste sich etwas ändern.“ Er entwickelte seine Technik. In Münster gab er sein Können weiter, auf Einladung des studentischen Vereins Market Team.
Sein überdurchschnittlich gutes Gedächtnis demonstrierte Staub den Studenten ganz einfach: In einigen Minuten lernte er 20 – von den Teilnehmern gerufene – Begriffe auswendig. Und wenig später waren auch die Studenten im Chor zu hören: „Eisenhower, Kennedy, Johnson, Nixon, Ford ...“
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