Münster ohne Strom
MÜNSTER Ein Großstromausfall legte gegen 11.30 Uhr das gesamte münstersche Stadtgebiet kurzzeitig lahmt. Nach rund einer halben Stunde waren die meisten Ampelanlagen wieder in Betrieb, die Kaufhäuser in der Innenstadt teilweise wieder mit Strom versorgt. Wie eine Sprecherin der RWE Westfalen-Weser-Ems AG mitteilte, war es aufgrund eines Defektes in der Umspannstation Münster zu einem Kurzschluss im 110 000-Volt-Anlagenteil gekommen.
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Über 200 Anrufe liefen bei der Polizeileitstelle über Notruf auf, die alle mitteilen wollten, dass der Strom ausgefallen sei. Keiner der Anrufe hatte aber einen polizeilichen Einsatz zur Folge.
Auch die Feuerwehr meldete, es habe keine "echten" Notfälle gegeben. In zwei Fällen musste sie Menschen aus stecken gebliebenen Aufzügen befreien.
Außerdem rückte ein Löschzug zum Fachhochschulzentrum an der Fliednerstraße aus, da die Schule eine starke Rauchentwicklung gemeldet hatte. Diese stammte jedoch vom Notstrom-Dieselaggregat, das infolge des Spannungsabfalls abgesprungen war. Derselbe Vorfall ereignete sich auch am Aegidiimarkt.
Polizeisprecherin Denise Klimek sprach insgesamt von einem "kleinen Chaos", lobte jedoch das umsichtige Verhalten der münsterschen Verkehrsteilnehmer.
Nach RWE-Angaben wird die Umspannstation, in der es zu dem Kurzschluss gekommen war, derzeit umfangreich umgebaut. Die Ursache für den Defekt ist derzeit noch unklar.



















