11. Februar
"Monsters of Rap" im Skaters Palace
Echte Schwergewichte des Sprechgesangs gastieren im Skaters Palace. mehr...
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MÜNSTER Die Grünen werten den Bürgerentscheid zur Musikhalle schon jetzt als Erfolg. Aber nicht für sich selbst, sondern für die Stadt – und unabhängig vom Ergebnis.
Die sich abzeichnende Rekord-Wahlbeteiligung zeige, wie groß das Interesse an Kommunalpolitik bei den Bürgern sei, freute sich Ex-Baurat Gerhard Joksch gestern. Sein Fazit: „Wir steuern auf einen Höhepunkt der direkten Demokratie zu.“
Auch, weil nach Jokschs Ansicht die Debatte „wie aus dem Lehrbuch“ verlaufen ist. Von Ausnahmen abgesehen attestierte er beiden Seiten Fairness und Sachlichkeit: „Es ging um Überzeugungen und nie darum, den Gegner mundtot zu machen.“ Vom Vorwurf, die Auseinandersetzung habe im Gegenteil die Stadt gespalten und zu einer kulturfeindlichen Stimmung geführt, wollten Joksch und Ratsfraktionschef Hery Klas nichts wissen.
Wenn überhaupt habe der Rat für eine Spaltung gesorgt, als er trotz der Sparbeschlüsse von 2007 dem Millionenzuschuss für die Musikhalle zustimmte. „Kultur kann man nicht losgelöst von sozialen Fragen diskutieren“, sagte Klas. Ein neuer Rat müsse nun ab 2009 „die für Münster typische Balance zwischen den Interessen wieder herstellen“, so Joksch.
Dazu wollen die Grünen laut Klas ihren Beitrag leisten: Sobald am Sonntag die Entscheidung zur Musikhalle gefallen sei, werde man der Gegenseite „die Hand zu einem breiten Bündnis pro Kultur reichen“.
Das gelte auch für den Fall, dass sich die Befürworter durchsetzen: „Wir werden uns an der konzeptionellen und inhaltlichen Arbeit beteiligen und versuchen, aus einer Musikhalle das Beste für Münster herauszuholen“, kündigte Klas an. Sollte die Halle allerdings scheitern, erwarte er von CDU, SPD und FDP einen „Plan B“ für die münstersche Kultur.
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