Rückzug als Druckmittel
MÜNSTER Der Streit zwischen den Hochschullisten spitzt sich zu: Gestern sind das unabhängige Fachschaftenforum (uFaFo) und die grün-alternative Liste (Uni-GAL) aus der AStA-Koalition ausgetreten.
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Zugleich kündigten Andreas Strauß und Jörg Rostek vom uFaFo ihren Rücktritt als AStA-Referenten an. „Eine ordentliche Zusammenarbeit ist zurzeit nicht möglich“, sagt Olaf Götze, der für das uFaFo und die Uni-GAL zusammen mit Anne Maria Naegels für den AStA-Vorsitz antritt. Ein Mangel an Transparenz, die Zurückhaltung von Informationen und insbesondere die unterschiedlichen Ansichten über die Struktur des künftigen AStA seien Gründe für den Abbruch der Gespräche mit der Juso-HSG sowie den Ausstieg aus der Koalition.
Inhaltlich lägen diese drei Listen nicht weit voneinander: Die Schwierigkeit liege in der Umsetzung, sagt Naegels. Knackpunkt ist der Vorsitz: uFaFo und Uni-GAL wollen einen Zweier- oder Dreier-Vorsitz – formal bleibe es bei einem Vorsitz, nur sei die Rede dann von gleichberechtigten Sprechern. Dadurch soll die demokratische Ausrichtung verstärkt und ein mögliches Monopol der Juso-HSG aufgebrochen werden. „Jetzt hoffen wir auf ein Kompromissangebot der Juso-HSG, mit dem wir zufrieden sind“, sagt Naegels. „Dann würden wir sofort wieder in die Verhandlungen einsteigen.“
Keine Lösung
Veith Lemmen kann die Auflösung nicht nachvollziehen. „Ich halte den Schritt für verantwortungslos“, sagt er als AStA-Vorsitzender und Juso-HSG-Mitglied. Die Arbeit für die Studierenden müsse weiter gehen, und für einen neuen AStA müsse man schnell zurück an den Verhandlungstisch. „Da kann es nicht die Lösung sein, aus dem AStA zu fliehen“, sagt Lemmen.
Ali Bas (Demokratische Internationale Liste, DIL) bedauert die gescheiterten Gespräche. „Man sollte Kritikpunkte für alle zufriedenstellend lösen.“ Er baue weiterhin auf eine gemeinsame Koalition. Ein von der DIL eingereichter Kompromiss wurde von uFaFo und Uni-GAL allerdings bereits abgelehnt.
„Die Listen sind anscheinend eher an Posten interessiert als daran, die Interessen der Studierenden zu vertreten“, sagt Hannes Draeger (DieLinke.SDS). Zudem kritisiert er, dass seine Liste gar nicht in die Koalitionsgespräche eingebunden wurde.






















