11. Februar
"Monsters of Rap" im Skaters Palace
Echte Schwergewichte des Sprechgesangs gastieren im Skaters Palace. mehr...
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MÜNSTER Das Magazin „Stern“ hat einen Leser zurück. Seit dem letzten Zootest vor acht Jahren hatte Zoodirektor Jörg Adler das Magazin nicht mehr in die Hand genommen. Damals war der Allwetterzoo unter 27 Zoos nur 23. geworden. Diesmal reichte es für die Top Ten.
Die Note 1,99 und das Prädikat „sehenswert“ bedeuteten in diesem Jahr den neunten Platz unter den 27 großen Zoos in Deutschland. In NRW war nur der Zoo in Wuppertal auf dem dritten Platz besser. Auf Rang eins und zwei landeten der Zoologische Garten und der Tiergarten in Berlin. Über den Allwetterzoo urteilten die Experten: „Ein überzeugender Zoo mit vorbildhaften Aktivitäten im internationalen Artenschutz.“
Sorge
Jörg Adler hatte am Mittwoch Nachmittag minütlich die Internetseite des „Stern“ aktualisiert, bis er gegen 14 Uhr die Ergebnisse auf dem Bildschirm lesen konnte. Er war etwas in Sorge gewesen, weil der letzte Test für den Allwetterzoo eine große Enttäuschung darstellte, die sich nun zu wiederholen drohte. So jedenfalls hatte Adler es befürchtet, denn die Tester hätten kaum ungünstiger kommen können. Am kalten Morgen des 11. April stellten sie sich an der Kasse vor. Jörg Adler wurde aus einer Konferenz gerufen. Die Mitarbeiter seien „sternförmig“ auseinander geströmt, um mögliche Fallen noch schnell aus dem Weg zu räumen, erzählte Adler gestern Morgen bei der Präsentation der Ergebnisse.
Der Haupt-Kritikpunkt vor acht Jahren war die triste Beton-Architektur gewesen. In diesem Jahr heißt es in der Beurteilung: „Die Betonklötze werden inzwischen durch geschickte Bepflanzung und Kunstfelsen kaschiert.“ Und das, obwohl die Tester sich den Zoo zu einer Jahreszeit ansahen, in der keine Betonwand von Grün bedeckt war.
Es hat sich einiges getan im Zoo. Vor kurzem sind die Erdmännchen in ihr Gehege eingezogen. Zur Präsentation gestern hatte Jörg Adler zum Nashorn-Gehege geladen.
Mehr als Facelifting
Der Beton fällt nicht mehr so ins Gewicht. „Der Zoo hat mehr als ein Facelifting hinter sich“, sagte Oberbürgermeister Dr. Berthold Tillmann, der zusammen mit Sozialdezernent Thomas Paal gekommen war, auch um zu zeigen, dass der Streit zwischen Zoo und Stadt beigelegt ist. Paal hatte in den Augen von Jörg Adler zu viel Verständnis für die Forderung von Tierschützern gezeigt, das Delfinarium zu schließen. Tillmann betonte gestern, die Stadt stehe hinter dem Delfinarium, einem der letzten drei in Deutschland.
„Wir haben uns nichts vorwerfen zu lassen“, sagte er. Das Delfinarium sei „nicht nur ein räumlich integrierter Bestandteil des Zoos, sondern auch ein konzeptioneller.“ Es sei „eines unserer großen Alleinstellungsmerkmale“. Der „Stern“ hatte das Delfinarium in seiner Bewertung hervorgehoben, aber als „umstritten“ bezeichnet.
Die Stern-Tester hatten sich einen Tag lang im Allwetterzoo aufgehalten und die Tierhaltung (10. Platz), den äußeren Eindruck (10. Platz) und den Besucherservice (3. Platz) bewertet. Bei der Tierhaltung schnitten die Laufvögel (1. Platz) und die Affen (3. Platz) besonders gut ab. Weiter hinten sahen die Tester die Käfige der Kleinvögel (22. Platz) oder die der kleinen und mittelgroßen Raubtiere (16. Platz), wobei auch die noch als „passabel“ und „noch gut“ beurteilt wurden. Ausreißer nach unten gab es keine. Von den schlechtesten Noten „zwiespältig“ und „ärgerlich“ blieb Münster verschont.
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