Verein will neues Südbad
MÜNSTER Sanierung und Erhalt sind vom Tisch, jetzt geht der Förderverein "Bürgerbad Münster-Süd" aufs Ganze: Er will ein komplett neues Südbad bauen.
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Passivhaus
Ein Batzen Geld, den die Genossenschaft nicht alleine tragen kann, das weiß auch Wiemers. Sponsoren und Zuschüsse der Stadt seien notwendig, um dieses neue Bad stemmen zu können. Bei der Suche nach finanzieller Unterstützung will der Verein mit einem Alleinstellungsmerkmal punkten: Geplant ist ein Solarbad nach Passivhaus-Standard, das münstersche Architekturbüro Archplan fertige zurzeit erste Skizzen.
"Das wäre bislang einmalig, so dass sich die Stadt mit diesem Bad positionieren und profilieren könnte", sagt Wiemers. Er verweist auf die vielen Bürger-Bäder in Nordrhein-Westfalen, die von den Kommunen unterstützt werden. "Wir arbeiten also nicht im luftleeren Raum - das Projekt ist machbar." Wiemers bezeichnet es als eine Art Public-Private-Partnership-Programm, angesiedelt im gemeinnützigen Bereich.
Insbesondere will die Initiative Schulen, Vereine und Freizeitschwimmer mit dem "Funktionsbad" ansprechen. So wäre zum Beispiel ein 50-Meter-Becken realisierbar - in Münster bislang nur in Freibädern vorhanden. Von einem Wellness-Bad dagegen nimmt sie Abstand: Es gehe darum, ein vernünftiges Angebot zu schaffen. Allein beim Schulsport herrschten "miserable Bedingungen".
Eilverfahren
Ob sich die Stadt auf diesen Vorstoß einlässt, ist fraglich. Wiemers hat von einem Abriss des Südbads im Januar gehört, anschließend übernehme die Wohn-+Stadtbau das Grundstück. Darum wolle er spätestens am 24. Januar konkrete Planungen vorstellen.






















