26. Februar bis 28. Mai
Ausstellung "Goldene Pracht"
Das Landesmuseum stellt spektakuläre Kirchenkunst aus. mehr...
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MÜNSTER Noch immer läuft die Katastrophenübung im münsterschen Stadtkern. Rettungshubschrauber, Krankenwagen, die mit Blaulicht und Sirene durch die Stadt rasen: Noch bis 18 Uhr versuchen rund 800 Helfer, einen imaginären Bahnunfall am Industrieweg zu bewältigen. Inzwischen hat es im Rahmen der Übung auch einen echten Unfall gegeben. Vier Menschen wurden leicht verletzt.
Ein Zug entgleist. Die Katastrophenübung am Industrieweg beginnt mit einem lauten Knall. (MZ-Foto Witte)
Das Szenario sieht wie folgt aus. Ein Zug ist am Industrieweg entgleist, weil aufgrund eines Sturmes dicke Äste auf die Gleise geweht worden sind. Der Zug hat ein Stellwerk gerammt, Waggons sind auf die Straße gefallen und haben Autos eingeklemmt. Um 11 Uhr haben die Ärzte die ersten Verletzten geborgen. Überall waren Schreie zu hören. Die Rettungskräfte aus Münster und der Umgebung sind unterwegs.
Echter Unfall
Gegen 13 Uhr kam es zu einem echten Unfall: Auf dem Kardinal-von-Galen-Ring kollidierte ein Rettungswagen mit vier Pkw. Vier Menschen wurden leicht verletzt.
Am frühen Nachmittag ist das Szenario weiter fortgeschritten. Rund 40 der 80 Verletzten sind auf drei Krankenhäuser in Münster verteilt worden. Die Uniklinik hat eine Notstation eröffnet, in 17 Operationssälen werden die Verletzten versorgt. Aus dem gesamten Regierungsbezirk - von Herford bis Coesfeld, von Osnabrück bis Gladbeck - rücken zur Stunde Unterstützungskräfte an. Das Stadtgebiet ist erfüllt von - realen - Fahrten mit Sirene und Blaulicht.
20 "Tote" im Zug
Im Zug liegen noch 20 "Tote". Der Erkennungsdienst der Polizei untersucht die Leichen, versucht sie anhand von Kleidungsstücken zu identifizieren. Das Bürger-Telefon läuft heiß, Angehörige erkundigen sich, ob ihre Verwandten verletzt oder gar tot sind. Bei einer Pressekonferenz vor wenigen Minuten zog Feuerwehrchef Benno Fritzen ein vorläufiges positives Fazit. Bis auf den realten Unfall läuft die Übung gut.
Autofahrer sollten das Übungsgebiet am Industrieweg imer noch weiträumig umfahren. Zuschauer sind nicht zugelassen. Während der Übung hat die Polizei ein Bürgertelefon geschaltet. Von 10 bis 18 Uhr gibt sie unter der Telefonnummer 02 51 / 2 75 17 17 Informationen zur Übung.
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