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Casino-Abend in Handorf: Zocken in feinem Zwirn
Christiane Schräder am 21.10.2008 14:36 Uhr
HANDORF Es muss nicht immer Kaviar sein? Oh doch! Denn wenn der Handorfer Spielkreis so wie am Samstagabend zum jährlichen Casino-Abend ins evangelische Zions-Gemeindehaus lädt, kommt man nicht nur in schicker Abendgarderobe, sondern es gibt auch ein Glas Prickelwasser, Kaviar-Eier und weitere erlesene Häppchen.
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Jugendliche Croupiers aus dem Spielkreis Handorf lassen beim vierten Casino-Abend im Gemeindehaus der Evangelischen Zionsgemeinde Zion stilecht die Jetons springen.

Foto: Schräder

Freizeitkleidung ist an diesem Abend verpönt. Ebenso wie dunkle Sonnenbrillen bei der Pokerrunde im Hinterzimmer. Gern gesehen von den Veranstaltern, die den Handorfern bereits zum vierten Mal solch ein exquisites Spielvergnügen bieten, sind neben Abendgarderobe in den klassischen Roulette-Farben Rot und Schwarz, gutes Benehmen an den Spieltischen und natürlich ganz viel Spaß am Spielen.

Für zehn Euro Eintritt können die mehr als 90 Besucher stilecht Roulette, Black Jack und Co. an großen Tischen in mehreren Räumen des Gemeindehauses spielen. Organisiert worden ist die Veranstaltung vom Leiter des Handorfer Spielkreises, Ulrich Hoermann. Um den Besuchern dieses "Handorfer Casinos" die Möglichkeit zu bieten, einmal Casino-Luft fernab des Kommerzes zu schnuppern, haben Hoermann und seine zahlreichen Helfer etliche Casino-Spiele zum Ausprobieren vorbereitet. Erstmals ist sogar ein "Sic Bo"-Tisch darunter, an dem die Besucher nach einfachen Regeln würfeln können. "So eine Auswahl gibt es in keinem Casino in Deutschland", sagt Hoermann. Die zufriedenen Gäste wie Rosanna Piccini, die eigens für diesen Abend angereist ist, können ihm da nur Recht geben.

Besucher Thomas Heidschmidt freut sich derweil über seine "gute Intuition" am Roulette-Tisch. Der jugendliche Croupier Jan Hendrik Timmer verkündetet stilecht: "Nichts geht mehr", lässt die Kugel rollen und zahlt danach Jetons für die schwarze 33 aus.

Chips gibt es an diesem Tisch nicht. Übrigens auch nicht im benachbarten Restaurant. Denn unter deutschen Croupiers gilt es schließlich als unfein, beim Roulette von "Chips" zu sprechen, das erinnere viel zu sehr an minderwertige Kirmes-Chips. Neben runden Jetons gibt es stilechte viereckige Plaques für die Gewinner.

Der Erlös aus dem Abend - bei dem natürlich nicht um Geld gespielt wird - kommt der Jugendarbeit der Gemeinde zugute.

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