NRW-Kompetenzzentrum: Kinderhauser Irisschule will Förderung vor Ort ausbauen
KINDERHAUS KINDERHAUS Ein Kompetenzzentrum für die Förderung von sehbehinderten und blinden Kindern und Jugendlichen ist die Kinderhauser Irisschule eigentlich schon lange. Von der Zertifizierung durch das Land erhofft sich Schulleiterin Claudia Scholle gleichwohl eine Stärkung ihrer Schule.
Die Irisschule am Bröderichweg ist Schauplatz des 3. Integrativen Triathlons. (Foto: Stephan Oerter)
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Die Irisschule am Bröderichweg ist Schauplatz des 3. Integrativen Triathlons. (Foto: Stephan Oerter)Soweit, dass in dem Neubau am Bröderichweg überhaupt keine Kinder und Jugendlichen mehr unterrichtet werden, wird es natürlich nicht kommen. Dass aber ein Teil der zurzeit 60 Schüler, die tagtäglich aus dem gesamten Münsterland nach Kinderhaus gefahren werden, künftig in ihren Heimatorten zur Schule gehen können, damit rechnet die Schulleiterin schon. Denn das ist ja auch genau das Ziel der NRW-Schulpolitik und der Grund weshalb jene Kompetenzzentren überhaupt gegründet werden: Eltern, so will es Schulministerin Barbara Sommer, sollen wählen dürfen, ob ihre behinderten Kinder in einer Regelschule vor Ort oder einer zentralen Förderschule gefördert werden.
Claudia Scholle und ihr 24-köpfiges Kollegium verbringen schon jetzt gut zwei Drittel ihrer Arbeitszeit außerhalb der Irisschule. "Wir betreuen zurzeit 86 Kinder in der Frühförderung und 35 Kinder- und Jugendliche, die Regelschulen besuchen", sagt Scholle.
Die Lehrer sind viel unterwegs All diese Kinder besuchen die Pädagogen einmal pro Woche: Entweder in der Kita oder Zuhause (Frühförderung) oder aber in der Schule, wo die sehbehinderten Schüler zusammen mit Schülern ohne Behinderungen unterrichtet werden. Die Lehrer der Irisschule beraten die Eltern und ihre Kollegen an den Regelschulen und befassen sich intensiv mit den sehbehinderten Kindern, die natürlich besonders im Prozess des Schreiben- und Lesenlernens einer besonderen Förderung bedürfen. Darüber hinaus bietet die Irisschule Fortbildungen für jene Lehrer und Erzieherinnen an, in deren Schulen oder Kitas die sehbehinderten Kinder gefördert werden. "Es ist ungemein wichtig für die Schüler, dass sie sich in ihrer Regelschule gut aufgehoben fühlen. Darüber hinaus sollen sie aber auch wissen, dass es spezielle Angebote für sie über den Regelunterricht hinaus gibt", sagt Claudia Scholle. Solche Angebote sind zum Beispiel Berufswahlcamps für die Schüler der Klassen acht bis zehn und weitere berufs- und studienvorbereitende Kurse für Oberstufenschüler. Neue Strukturen sind nötig Mit der Zertifizierung zum Kompetenzzentrum soll das außerschulische Beratungs- und Förderangebot weiter ausgebaut werden. "Unsere Organisations- und Verwaltungsstrukturen müssen dazu geändert werden", sagt Claudia Scholle. Auch müssten die Kompetenzen der Kollegen weiter gestärkt werden.Personell wird die LWL-Förderschule von der "Beförderung" zum Kompetenzzentrum übrigens kaum profitieren. Claudia Scholle hofft lediglich "auf eine halbe Lehrerstelle mehr".

































